Regionalnachrichten

Nordrhein-WestfalenInflation in NRW steigt auf höchsten Stand seit Januar 2024

30.03.2026, 13:45 Uhr
Um-die-Inflationsrate-zu-berechnen-schauen-sich-die-Statistiker-die-Preisentwicklung-bei-sehr-vielen-Produkten-und-Dienstleistungen-an-Passend-zum-Beginn-der-Grillsaison-sanken-in-NRW-von-Februar-auf-Maerz-die-Preise-fuer-Bratwuerste-um-fast-vier-Prozent

Im März steigen die Verbraucherpreise in NRW deutlich – vor allem Kraftstoffe sind teurer als vor einem Jahr. Bratwurst und Ketchup hingegen kosten zum Start der Grillsaison weniger als im Vormonat.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen liegen im März rund 2,7 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Die Inflationsrate sei damit auf den höchsten Wert seit Januar 2024 gestiegen, teilte das Statistische Landesamt in Düsseldorf mit. Damals betrug der Wert 3,0 Prozent.

Vor allem Kraftstoffe waren infolge des Irankriegs deutlich teuer als vor einem Jahr. Im Schnitt stiegen die Preise um 20,6 Prozent. Günstiger als im März 2025 waren hingegen Fernwärme (minus 2,3 Prozent) und Strom (minus 2,6 Prozent).

Nahrungsmittelpreise steigen nur leicht

Nahrungsmittel wurden im Schnitt 0,4 Prozent teurer. Bei Obst lag das Plus bei 4,8 Prozent, für Fleisch und Fleischwaren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 3,2 Prozent mehr ausgeben. Speisefette und -öle wurden dagegen günstiger. Die Preise sanken um 19,3 Prozent. Unter anderem war Butter fast 32 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für vegetarische oder vegane Getreideprodukte sanken um 13,0 Prozent.

Bei Dienstleistungen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem Steigerungen für Übernachtungen (6,3 Prozent) und Kulturdienstleistungen (3,6 Prozent) tiefer in die Taschen greifen als noch im März 2025.

Rechnet man die Preisentwicklung für Nahrungsmittel und Energie aus dem Verbraucherpreisindex raus, erhält man die sogenannte Kerninflation. Sie lag den Angaben zufolge zwischen März 2025 und März 2026 um 2,4 Prozent.

Kinderkleidung im März teurer als im Februar

Auch im Vergleich zum Februar 2026 registrierten die Statistik-Experten deutliche Preisänderungen. Neben dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise verzeichnete die Behörde auch ein Plus bei Bekleidung (4,1 Prozent). Vor allem hätten die Preise für Kinderbekleidung (6,6 Prozent) und Damenbekleidung (5,0 Prozent) zugelegt.

Gurken waren dagegen im März wieder deutlich günstiger als im Februar. Im Schnitt sank der Gurkenpreis um 22,6 Prozent. Für Kopf- oder Eisbergsalat wurden 8,6 Prozent weniger fällig. "Passend zum Beginn der Grillsaison sanken auch die Preise für Bratwurst (minus 3,9 Prozent) und Ketchup (minus 3,8 Prozent)", hieß es weiter.

Quelle: dpa

Regionales