Nordrhein-WestfalenJülicher sollen Trinkwasser abkochen

Schon seit Pfingsten ist das Trinkwasser in der Stadt knapp - jetzt wurden in Proben auch noch Bakterien gefunden. Was Bürger und Bürgerinnen nun tun sollten.
Jülich (dpa/lnw) - Das Trinkwasser in Jülich ist weiterhin knapp - und sollte jetzt wegen Bakterien auch abgekocht werden. Denn bei routinemäßigen Kontrollen im Stadtteil Güsten seien Enterokokken im Trinkwasser festgestellt worden, teilten die Stadtwerke mit. Die Darmbakterien können besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem Infektionen auslösen.
Vermuteter Rohrbruch
Ursache der Verunreinigung sei vermutlich ein Rohrbruch. Derzeit würden im gesamten Versorgungsgebiet weitere Wasserproben entnommen, deren Auswertung etwa zwei Tage dauere. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, sei eine Chlorung des Leitungswassers derzeit nicht möglich. Deshalb sollten Bürger und Bürgerinnen im gesamten Stadtgebiet Wasser, das zum Trinken, Zähneputzen oder zur Zubereitung von Speisen verwendet wird, bis auf weiteres vorsorglich abkochen.
Wasser bleibt knapp
Bereits seit Pfingsten ist das Trinkwasser in Jülich wegen der hohen Temperaturen knapp. Die Stadtwerke riefen die Einwohner auf, "sehr sparsam" mit Trinkwasser umzugehen und auf das Wässern von Rasenflächen und das Befüllen von Pools zu verzichten.