Nordrhein-WestfalenLeverkusener Rheinbrücke soll per Drohne enteist werden

Herabfallendes Eis hatte in der Vergangenheit zweimal für gefährliche Situationen auf der A1 gesorgt. In Zukunft soll eine Drohne vereiste Stellen bekämpfen. Dafür ist allerdings eine Sperrung nötig.
Leverkusen (dpa/lnw) - Eine Drohne soll im kommenden Winter verhindern, dass Eisbrocken auf die Fahrbahn der Leverkusener A1-Rheinbrücke stürzen. Die sogenannte Beräumungsdrohne könne bei Bedarf schnell aktiviert werden, um Schnee und Eis auf Pylonen und Seilen zu beseitigen, sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte der WDR berichtet.
In den beiden zurückliegenden Wintern hatten plötzlich herabfallende Eisstücke an zwei Tagen jeweils zu Unfällen und stundenlangen Vollsperrungen der vielbefahrenen Autobahnbrücke geführt. Seitdem sucht die Autobahn GmbH nach Lösungen, um die Verkehrssicherheit in dem Bereich zu erhöhen.
Überwachungskameras werden angebracht
Die Drohne soll mit Hochdruck heißes Wasser auf die vereisten Stellen sprühen, bis das Eis sich löst. Währenddessen müsse die Brücke allerdings aus Sicherheitsgründen voll gesperrt werden, betonte die Sprecherin. Dieses Vorgehen sei mit der Feuerwehr und der Polizei so abgestimmt.
Zudem sollen an der Brücke Überwachungskameras angebracht werden, deren Bilder bei entsprechender Wetterlage rund um die Uhr ausgewertet würden. Weitere mögliche Maßnahmen - etwa Heizungen für die Pylon-Oberflächen - würden noch auf ihre Machbarkeit überprüft, hieß es.
Das neu gebaute Brückenteilstück war erst Anfang 2024 für den Verkehr freigegeben worden. Das zweite Teilstück ist gerade im Bau. Pro Tag fahren mehr als 100.000 Fahrzeuge über die Brücke.