Nordrhein-WestfalenNRW-Feuerwehr hilft bei Bränden in den Niederlanden

Auf einem militärischen Übungsgelände in den Niederlanden bricht ein großes Feuer aus. Weitere Brände an anderen Orten folgen. Bei der Brandbekämpfung helfen auch Einsatzkräfte aus NRW.
Eindhoven (dpa/lnw) - Feuerwehreinheiten aus Nordrhein-Westfalen unterstützen bei der Bekämpfung mehrerer großer Brände in den Niederlanden. Dort sind an mehreren Stellen Feuer vor allem auf militärischen Übungsgeländen ausgebrochen.
Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen starten nach eigenen Angaben mit ihrer spezialisierten Einheit, um bei der Bekämpfung der Wald- und Vegetationsbrände in dem deutschen Nachbarland zu helfen. Der Konvoi bestehe aus 67 haupt- und ehrenamtlichen Kräften, 21 Fahrzeugen und drei Anhängern. Der genaue Einsatzort für die NRW-Kräfte werde noch mit den niederländischen Behörden abgestimmt.
Wie Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte, wird die Feuerwehr NRW mit einer speziellen Einheit zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Einsatz sein. "Europa muss zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Das gilt in der Kriminalitätsbekämpfung genauso wie bei Waldbränden", so der Minister.
Erstmals Hilfe aus dem Ausland
Die niederländische Feuerwehr versucht seit Mittwoch, die Flammen einzudämmen und hat nun erstmals im Ausland um Hilfe beim Bekämpfen solcher Naturbrände gebeten. Die Löscharbeiten werden durch die große Trockenheit und ungewöhnlich hohe Temperaturen erschwert, hieß es. Menschen kamen bislang nicht zu Schaden und sind nach Angaben der Behörden auch nicht in Gefahr.
Nach Angaben der niederländischen Behörden wurden am Freitag aus Deutschland und Frankreich insgesamt rund 30 Fahrzeuge geschickt. Sie sollen vor allem in der südöstlichen Region nahe Eindhoven eingesetzt werden. Auch aus Belgien kam Hilfe.
Militärische Übungen
Am Mittwoch war zunächst auf einem militärischen Übungsgelände bei 't Harde etwa 80 Kilometer östlich von Amsterdam ein großer Brand ausgebrochen. Das Feuer griff schnell um sich und ist nach Angaben der Polizei noch immer nicht unter Kontrolle. Weitere Brände auf anderen militärischen Übungsgeländen auch im Süden des Landes folgten.
Die Ursache der Brände ist noch unklar. Experten vermuten, dass Übungen mit Sprengstoffen bei der Trockenheit die Feuer ausgelöst haben könnten.