Regionalnachrichten

Nordrhein-WestfalenKritik bei Informations-Abend zu Castor-Lagerung in Ahaus

19.03.2026, 20:53 Uhr
Im-Rathaus-der-Stadt-Ahaus-haben-sich-Verantwortliche-verschiedener-Behoerden-den-Fragen-der-Buerger-gestellt

Wie reagieren Behörden auf Sorgen zur Sicherheit und Zukunft des Zwischenlagers im Münsterland? Beim Dialog in Ahaus standen Transport und Genehmigungen im Fokus der Diskussion.

Ahaus (dpa/lnw) - Vor den anstehenden Transporten von 152 Castorbehältern von Jülich nach Ahaus haben die zuständigen Behörden am Abend die Bevölkerung im Münsterland informiert. Bei einer Dialogveranstaltung waren rund 70 Anwohner und Vertreter der Antiatombewegung im Rathaus der Stadt.

Vertreter der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) als Auftraggeber der Transporte sowie das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) stellten sich den Fragen der Gäste. Das Base ist für die Genehmigungen der Transporte und die Einlagerung im Zwischenlager in Ahaus zuständig. Betreiber ist, wie auch bei den anderen 15 Zwischenlagern in Deutschland, die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ).

Die Fragen drehten sich um die Sicherungssysteme der eingelagerten Castoren und die im Jahr 2036 auslaufende Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus. Wiederholt drückten die Redner ihre Kritik daran aus, dass sich keine Politiker der Diskussion gestellt haben, die ja dafür verantwortlich sind, dass es bislang in Deutschland keine Lösung für ein Endlager gibt.

Wann der erste Transport von Jülich nach Ahaus starten wird, ist derzeit offen. Die zuständige Polizei in Münster äußert sich derzeit zu der Frage nicht, um ihren Einsatzplan nicht zu gefährden.

Quelle: dpa

Regionales