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Nordrhein-WestfalenViel Reiseverkehr in NRW: Lieber später in den Oster-Urlaub?

23.03.2026, 13:34 Uhr
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(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Ski oder Strand? Früh los oder lieber später? Die Osterferien starten mit vollen Straßen in NRW. Doch es gibt einige Tipps, um möglichst stressfrei ans Ziel zu kommen.

Köln (dpa/lnw) - Vielerorts Frühlingswetter, die letzte Gelegenheit zum Skifahren in den Alpen und bald zwei Wochen schulfrei in NRW: Zum Start in die Osterferien werden sich zum Ende der Woche erfahrungsgemäß viele Familien auf den Weg in den Urlaub machen. Auf den Autobahnen dürfte es vor allem am Freitag und Samstag voll werden. Wer entspannt in den Urlaub reisen möchte, dem rät der ADAC, zum Beispiel erst am Sonntag loszufahren.

Der Beginn der Osterferien zählt in Nordrhein-Westfalen zwar nicht zu den staureichsten Tagen des Jahres - vor allem auf den Hauptreiserouten dürfte es aber voll werden, sagt der Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, Roman Suthold. "Die meisten Urlauber fahren an die Nord- und Ostseeküsten, in die Alpen oder nach Südeuropa. Aufgrund der frühen Osterferien zieht es viele Urlauber noch einmal in die Wintersportgebiete."

Direkt nach Schulschluss ins Auto? Vielleicht keine so gute Idee

Die stärksten Behinderungen erwartet der ADAC am Freitagnachmittag direkt nach Schulschluss. "Zwischen 12.00 und 17.00 Uhr wird es auf den Autobahnen richtig voll. Wer erst am späten Nachmittag oder Abend startet, kommt deutlich schneller ans Ziel", sagt Suthold. Im vergangenen Jahr habe sich der Verkehr in NRW zusammengerechnet auf 1.184 Kilometern gestaut. Am Sonntag sollte einer entspannten Reise hingegen nichts im Wege stehen.

Am Samstag erwartet der ADAC zwischen 11.00 und 14.00 Uhr noch einmal starken Verkehr. Der nächste Hauptreisetag sei dann direkt vor Ostern am Gründonnerstag. "Dann starten auch Reisende ohne Urlaubstage für einen Kurztrip in das lange Wochenende", sagt Suthold. Im vergangenen Jahr sei es am Gründonnerstag allerdings zu keinen besonderen Problemen auf den Autobahnen gekommen.

Wo ist die Staugefahr besonders hoch?

Vor allem auf den Hauptreiserouten in Richtung der beliebten Urlaubsgebiete erwartet der ADAC viel Andrang. Das sind in Nordrhein-Westfalen etwa die A1 und die A2 Richtung Nord- und Ostseeküste, die A3 und die A40 Richtung Niederlande sowie die A3 in Richtung der Skigebiete im Süden.

Hinzu kommen die Dauer-Hotspots mit vielen Baustellen: Der Kölner Autobahnring, der Bereich Oberhausen/Duisburg rund um das Kreuz Kaiserberg, das Kamener Kreuz oder die A46 in Wuppertal.

Sollte man bei Stau von der Autobahn abfahren?

Kritisch sieht der ADAC-Verkehrsexperte viele Alternativrouten, mit denen Navis die Reisenden von den Autobahnen auf kleinere Landstraßen lotsen. "Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft und für massenweise Zusatzverkehr nicht ausgelegt."

Selbst wenn die Echtzeitdaten nahelegten, dass man über eine Ausweichroute schneller ans Ziel komme als über die Autobahn, sollte man die Angaben mit Vorsicht genießen. "Die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtert sich oft innerhalb kürzester Zeit. Dann braucht man unter dem Strich noch länger", betont Suthold.

Wann sollte man tanken?

Bis die neue Regelung in Kraft tritt, dass Tankstellen die Preise nur noch einmal pro Tag erhöhen dürfen, bleibe das Tanken abends nach 18.00 Uhr am günstigsten. Am teuersten ist Benzin und Diesel laut ADAC morgens zwischen 7.00 und 8.00 Uhr. Da die Preisunterschiede zwischen den Tankstellen oft groß seien, lohne sich der Blick auf eine Spritpreis-App, um die günstigste Tankstelle entlang der Route zu finden.

Wie sieht es an den Flughäfen aus?

Der größte Flughafen in NRW in Düsseldorf erwartet an den Hauptreisetagen etwa ein Drittel mehr Fluggäste als sonst. Mallorca und Antalya seien die am stärksten nachgefragten Zielorte, aber auch Griechenland und Italien seien in den Osterferien stark nachgefragt. Auch wenn alle Abläufe etwa beim Check-in oder an den Sicherheitskontrollen angepasst würden, sollten Reisende genügend Zeit einplanen und rechtzeitig zum Airport kommen.

Quelle: dpa

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