Nordrhein-WestfalenKölner Oper feiert nach Sanierung mit dem "Rosenkavalier"

Was lange währt, wird endlich gut: Nach jahrelangen Sanierungen will die Kölner Oper ihre Rückkehr an den alten Standort feiern - mit einem Fest und einem bekannten Werk.
Köln (dpa/lnw) - Nach einer jahrelangen Sanierung mit hohen Kosten soll der Kölner Oper im September mit einem Mix aus Premieren, Wiederaufnahmen und internationale Kooperationen der Neustart gelingen. Als erstes großes Stück wird "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss zu sehen sein. Das kündigte die Oper nun rund sechs Monate vor der geplanten Wiedereröffnung an.
Bevor sich die Säle für die neue Spielsaison im alten Gebäude wieder füllen, soll jedoch gefeiert werden. Am Wochenende des 19. und 20. Septembers ist ein Eröffnungsfest für die Kölner Stadtgesellschaft geplant. Das Programm besteht aus Beiträgen von Oper, Schauspiel und Gästen - auch ehrenamtliche Vereine aus Köln sollen dieses mitgestalten. Mit Technik-Shows und Führungen sollen die Besucher außerdem einen Blick hinter die sanierten Kulissen werfen können.
Abgeschlossen werden soll das Wochenende mit einem Konzert, das das Ensemble der Kölner Oper, das Gürzenich-Orchester sowie die Kölschrock-Band Kasalla geben werden. Die Tickets für das Abschlusskonzert werden verlost.
Wenige Tage später findet mit dem Festakt der Bühnen am 24. September ein Gala-Konzert statt, bei dem unter anderem Starsopranistin Diana Damrau auftreten wird. Auch hier soll es ein Kontingent an zu verlosenden Tickets geben. "Der Rosenkavalier" wird dann erstmals am 27. September zu sehen sein.
Ticketverlosungen für vielfältigeres Publikum
Um generell mehr Menschen abseits des üblichen Publikums einen Besuch von Oper, Schauspiel und Tanz zu ermöglichen, wird zur Eröffnungsspielzeit die Aktion "Hier sitzt Köln" gestartet. Im Rahmen dieser werden für jede Veranstaltung jeweils zwei Tickets verlost.
Die aus den 50er Jahren stammende Oper und das Schauspielhaus werden seit 2012 saniert. Anfangs war eine Wiedereröffnung für 2015 geplant – mit Kosten von rund 250 Millionen Euro. Die Bauzeit verlängerte sich jedoch um etliche Jahre und verschlang immer mehr Geld. Zuletzt waren die Baukosten mit 798 Millionen Euro beziffert worden. Während der Sanierungen fanden Aufführungen in verschiedenen provisorischen Spielstätten statt.