Nordrhein-WestfalenErstmals seit Jahren weniger Einwohner ohne deutschen Pass

In den vergangenen Jahren sind viele Migranten nach NRW gekommen. Nun sinkt erstmals seit langem die Zahl der Menschen, die nur eine ausländische Nationalität und keinen deutschen Pass haben.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Erstmals seit 15 Jahren ist die Zahl der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen leicht gesunken. Ende 2025 hätten knapp 3,3 Millionen Menschen in NRW gelebt, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit haben, teilte das Statistische Landesamt mit. Das seien 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Seit 2010 gibt es einen starken Anstieg der Menschen ohne deutschen Pass. Damals lebten knapp 1,8 Millionen ausländische Menschen in Nordrhein-Westfalen. Seitdem gab es einen Anstieg um gut 80 Prozent. Menschen, die eingebürgert wurden oder eine doppelte Staatsangehörigkeit haben, werden in der Statistik nicht berücksichtigt.
Die größte Gruppe waren Ende 2025 Menschen mit türkischer Nationalität (rund 480.000), gefolgt von Ukrainern (290.000) und Menschen mit syrischem Pass (280.000).