Nordrhein-WestfalenParallele bei Explosionen in Düsseldorf und Krefeld

Nach Explosionen in Düsseldorf und Krefeld finden Ermittler fast baugleiche Sprengsätze. Hinweise auf Drogenkriminalität gibt es bislang nicht.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Explosionen an Wohnhäusern in Krefeld und Düsseldorf sind durch fast baugleiche Sprengsätze verursacht worden. Das hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitgeteilt. In beiden Fällen war erheblicher Schaden entstanden. Hinweise auf Bezüge zur Drogenkriminalität lägen bislang nicht vor.
Einem Gutachten des Landeskriminalamts zufolge handelte es sich bei dem Sprengsatz in Düsseldorf um einen sogenannten Blitzknallsatz. Das Haus, an dem der Sprengsatz in Düsseldorf Ende November explodierte, gehört einem bekannten Rap-Musiker.
In Krefeld war am zweiten Weihnachtstag die Haustür eines Mehrfamilienhauses durch eine Explosion zerstört worden. Durch die Explosion waren wie in Düsseldorf Scheiben des gegenüberliegenden Hauses zersplittert.
Die Explosionsserie im Rheinland
2024 war das Rheinland von einer Explosionsserie mit 22 Tatorten heimgesucht worden. Die meisten Explosionen fanden in Köln und Umgebung statt. Explosionen gab es aber auch in Düsseldorf und Duisburg.
Auslöser waren nach Erkenntnissen der Ermittler Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden und der Diebstahl von rund 300 Kilo Cannabis aus einer Lagerhalle in Hürth bei Köln. Die Ermittlungen führten bis Januar 2025 zur Identifizierung von 35 Tatverdächtigen.