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Nordrhein-WestfalenRasantes Fahrmanöver mit geklautem Auto durch Rettungsgasse

28.01.2026, 18:02 Uhr
Mitten-im-Stau-soll-der-Fahrer-die-Rettungsgasse-ausgenutzt-und-dabei-gleich-mehrere-Autos-beschaedigt-haben

Ein Auto mit mehreren Jugendlichen rast mitten im Stau durch die Rettungsgasse und beschädigt reihenweise Autos. Es folgt eine wilde Flucht - wohl weil der Wagen gestohlen gewesen sein soll.

Duisburg/Hilden (dpa/lnw) - Mit einem geklauten Auto sollen mehrere Jugendliche so rücksichtslos durch eine Rettungsgasse auf der Autobahn 3 bei Hilden geprescht sein, dass sie sieben Autos beschädigten, bevor sie selbst nicht mehr weiterfahren konnten. Am Steuer soll ein 16-Jähriger gesessen haben, der keinen Führerschein hat, wie die Polizei mitteilte.

Weil die Polizei auch davon ausgeht, dass er in den Diebstahl des Autos in der Nacht zuvor aus einer Werkstatt verwickelt war, kam er in Untersuchungshaft. Im Auto sollen sich zudem zwei 17-Jährige sowie eine 15-Jährige befunden haben. Die Ermittlungen gegen sie dauern ebenfalls an.

Unklar ist bislang, wer genau in der Nacht zu Montag an dem Autodiebstahl beteiligt war. Zwei Unbekannte waren einem Zeugen zufolge in eine Werkstatt in Duisburg eingebrochen und dann mit quietschenden Reifen davongefahren.

Rasantes Fahrmanöver in Rettungsgasse

Am Abend darauf tauchte das Fahrzeug auf der Autobahn 3 kurz vor dem Kreuz Hilden wieder auf: Während andere Verkehrsteilnehmer im dortigen Stau aufgrund eines sich nähernden Rettungswagens mit Blaulicht eine Rettungsgasse bildeten, scherte der gestohlene Kombi plötzlich vor dem Krankenwagen aus und gab Gas.

Während des rasanten Fahrmanövers seien sieben Fahrzeuge beschädigt worden, bevor der Wagen selbst zwischen den Autos zum Stehen kam. Das Auto sei nicht mehr fahrtüchtig gewesen. Vier Menschen kletterten aus den Fenstern, wobei drei von ihnen die Flucht ergriffen. Eine 15-Jährige wurde dagegen von Rettungskräften direkt gestoppt und festgehalten.

Nach den Flüchtigen suchte die Polizei. Dabei setzte sie einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein. Den mutmaßlichen Fahrer stellten die Einsatzkräfte schließlich mit Hilfe eines Diensthundes in einem Gebüsch. Dabei sei er verletzt worden, so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Quelle: dpa

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