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Nordrhein-WestfalenReul dankt 2.400 Polizisten nach Castor-Großeinsatz

25.03.2026, 11:14 Uhr
Fuer-die-Polizei-war-die-Sicherung-des-Castor-Transports-nach-Ahaus-ein-Kraftakt

Dosimeter für jeden Polizisten und Messwagen im Konvoi: Auch für die Polizei galten beim Atommüll-Transport höchste Schutzvorkehrungen. Innenminister Reul hätte den Einsatz lieber vermieden.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem störungsfreien Castor-Transport von Jülich nach Ahaus hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) den rund 2.400 beteiligten Polizeibeamten für den Großeinsatz gedankt. Hinzu kämen all diejenigen, die sich um das alltägliche polizeiliche Arbeitspensum gekümmert und ihre Kolleginnen und Kollegen vertreten hätten, schrieb Reul im Intranet der Polizei. "Ein Kraftakt, mit dem Sie alle NRW auch in dieser Nacht wieder einmal sicherer gemacht haben."

Reul betonte, dass es nur der erste von 152 Castorbehältern war, der am späten Dienstagabend vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus verlagert wurde – "viele weitere Transporte werden also folgen", schrieb der CDU-Politiker. "Unter uns: Ich hätte auch gut auf diesen Einsatz verzichten können." Die Entscheidung darüber, wo die rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus Jülich lagern dürften, obliege aber weder der Polizei NRW noch der Landesregierung.

Für die an dem Atommüll-Transport beteiligten Polizeibeamten galten nach Angaben Reuls höchste Sicherheitsanforderungen. Jeder habe ein Dosimeter, also ein Messgerät zur Bestimmung der Strahlenbelastung dabeigehabt. Messfahrzeuge seien Teil des Konvois gewesen.

Quelle: dpa

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