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Nordrhein-WestfalenReul wirbt um Verständnis für Ruhestand ab 62 bei Feuerwehr

30.11.2023, 15:10 Uhr
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(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Angesichts der Proteste der Berufsfeuerwehr hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) um Verständnis für seine Pläne geworben, die Altersgrenze für den Ruhestand bei den hauptamtlichen Brandschützern anzuheben. Reul begründete die geplante Erhöhung von 60 auf bis zu 62 Jahren am Donnerstag mit dem absehbaren Fachkräfte- und Personalmangel. Er betonte in einer Landtagsdebatte, dass die geplante Anhebung der Altersgrenze bisher nur ein Vorschlag und jetzt in der Verbändeanhörung sei. Erst danach werde es einen Gesetzentwurf geben, und die letzte Entscheidung treffe ohnehin der Landtag. "Also wir sind noch lange nicht am Ende bei dem, was dabei rauskommt", sagte Reul.

Vor dem Landtag beendeten Feuerwehrleute am Donnerstagmittag eine 24-stündige Mahnwache, mit der sie gegen die Pläne Reuls protestiert hatten. Die Opposition aus SPD und FDP forderte, die jetzige Altersgrenze von 60 Jahren nicht anzutasten

Er plane nur eine "moderate" Anhebung, sagte Reul. "Manchmal hat man den Eindruck, das wäre jetzt der Untergang des ganzen Berufsstandes." Zum Vergleich: Es gebe in NRW 88.000 freiwillige Feuerwehrleute. "Die machen das neben dem Beruf", sagte Reul. Rund 10.000 Brandschützer seien als Berufsfeuerwehr tätig, weitere 5000 bei den Werksfeuerwehren. Es gehe in der Debatte nur um hauptberufliche Feuerwehrleute. Für die allermeisten von ihnen - den mittleren Dienst - solle die Ruhestandsgrenze nur um ein Jahr angehoben werden. Im Übrigen gebe es bei der Polizei auch die Altersgrenze von 62 Jahren. "Und fragen Sie mal Menschen, die am Bau arbeiten oder so, die mit 67 in Rente gehen, was die von dieser Debatte halten."

Quelle: dpa

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