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Nordrhein-Westfalen Schlägerei: Urteil im Maskenverweigerer-Prozess erwartet

Die Justitia ist an einer Scheibe zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Bonn (dpa/lnw) - Im Prozess gegen zwei Maskenverweigerer in einem Troisdorfer Supermarkt will das Bonner Landgericht am heutigen Freitag (14.00 Uhr) ein Urteil sprechen. Die Angeklagten sollen - gemeinsam mit einer 30-Jährigen - am 9. Mai 2020 eigens in das Geschäft gegangen sein, um gegen die Maskenpflicht in der Corona-Pandemie zu protestieren. Als Mitarbeiter die Polizei holten, eskalierte die Situation: Der damals 35-Jährige und sein 38-jähriger Begleiter sollen die Beamten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, sie dabei erheblich verletzt haben.

Die Aktion wurde laut Anklage mit Handys und einer an der Brust befestigten Body-Cam gefilmt, das Video wurde später ins Internet gestellt. Der Angeklagte wird der Reichsbürger-Szene zugeordnet.

Der Staatsanwalt hat in seinem Plädoyer für die beiden Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung und Angriff auf Polizisten 19 Monate sowie 15 Monate Haft - in beiden Fällen ohne Bewährung - gefordert. Das Verfahren gegen die 30-jährige Mitangeklagte wurde abgetrennt, da sie wenige Tage vor Prozessbeginn ein Kind bekommen hatte.

© dpa-infocom, dpa:210722-99-485053/2

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