Nordrhein-WestfalenTopacts und neue Bühne beim Parookaville-Festival

Parookaville ist längst zu einem Highlight im Festivalkalender geworden. In diesem Jahr stehen die Stars der elektronischen Musik auf einer neuen Bühne. Auch Schlagerstar Vicky Leandros kommt.
Weeze (dpa/lnw) - Mit einem neuen Bühnenkonzept startet am Niederrhein das größte Festival für elektronische Musik in Deutschland. Beim Parookaville-Festival werden von Freitag bis Sonntag (17.-19. Juli) rund 225.000 Menschen erwartet. Anders als in den Vorjahren waren kurz vor Beginn des Musikfests am Flughafen Weeze noch einige Tickets zu haben, wie der Veranstalter mitteilte.
Rund 300 Künstlerinnen und Künstler stehen an den drei Festivaltagen auf den Bühnen. Es kommen Stars der Elektro-Szene wie Armin van Buuren, Axwell, The Chainsmokers, Charlotte de Witte, Felix Jaehn, Scooter, Steve Aoki oder Timmy Trumpet. Ein Highlight soll eine neue 360-Grad-Bühne mit einem riesigen Videowürfel in der Mitte des Publikums werden.
Es gibt auf dem Elektro-Festival aber auch traditionell ganz andere Musik: Am Freitag steht Chanson- und Schlagersängerin Vicky Leandros auf der Bühne und singt ihre Hits wie "Ich liebe das Leben" und "Après Toi". Am Sonntag singt Partyschlagersänger DJ Ötzi ("Anton aus Tirol") für die Elektro-Fans. Auch Acts wie Grossstadtgeflüster, Loona, Ritter Lean oder Kasalla sollen für musikalische Kontraste sorgen.
Ganz abseits der Musik sind zwei Shows mit Licht, Laser, Pyrotechnik, Feuerwerk und leuchtenden Drohnen geplant.
Eine Stadt mit Freibad, Gefängnis und Kirche
Neben den musikalischen Acts wartet auf die Besucherinnen und Besucher auf dem Festivalgelände ein buntes Programm. In einem 700 Quadratmeter großen Pool können sich die Festivalgäste abkühlen, im "Jail" ein Tattoo oder Piercing stechen lassen. In einem idyllischen Stadtwald geht es deutlich ruhiger zu als vor den Bühnen.
Traditionell wird beim "Parookaville" auch geheiratet - und zwar ohne Beschränkungen. "Heirate, wen oder was dich glücklich macht!", lautet das Motto in der Kirche.
Die Stadt eines fiktiven Gründervaters
Das Parookaville fand im Sommer 2015 zum ersten Mal statt. Das Festival ist wie eine Stadt konzipiert. Es gibt auch ein Rathaus, in dem die Besucher ihren Parookaville-Pass bekommen, und ein Postamt, von dem jedes Jahr Tausende Postkarten versendet werden. Benannt ist das Festival nach dem fiktiven Gründervater Bill Parooka.
Zur Premiere vor zehn Jahren waren 40.000 Menschen auf das alte Militärgelände am Flugplatz Weeze gekommen. Danach verdoppelte sich die Zahl der Festivalbesucher fast jährlich. Seit der Corona-Pandemie ist das Gelände jedes Jahr für 225.000 Menschen ausgelegt - und war bislang immer ausverkauft.