Nordrhein-WestfalenUrteil im Fall um verbrannte Frauenleiche erwartet

Ein 37-Jähriger soll seine Freundin ermordet und ihre Leiche verbrannt haben. Dafür wurde er wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt. In einem neuen Prozess droht ihm nun lebenslänglich.
Köln (dpa/lnw) - Ein Angeklagter soll im Dezember 2020 seine damalige Lebensgefährtin mit zwei Kopfschüssen ermordet und die Leiche anschließend verbrannt haben. Im Prozess vor dem Kölner Landgericht wird am Donnerstag (9.15 Uhr) das Urteil gegen den 37-Jährigen erwartet.
Laut Anklage soll der Türke die 31-Jährige in Köln heimtückisch erschossen haben. Am nächsten Tag soll er die Leiche zusammen mit einem Helfer ins rheinland-pfälzische Ochtendung transportiert und dort an einem Wegesrand verbrannt haben.
2022 war der Mann bereits in einem Prozess am Kölner Landgericht wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil im Mai 2023 jedoch aufgehoben und zur Neuverhandlung nach Köln zurückverwiesen.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten wegen heimtückischen Mordes. Der Verteidiger plädierte hingegen auf Freispruch. Nicht sein Mandant sei der Todesschütze, sondern der Mann, der auch beim Beseitigen der Leiche geholfen habe.