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Nordrhein-Westfalen Versuchter Mord und Anstiftung dazu: Trio vor Gericht

Das Justizzentrum Aachen mit dem Amts- und Landgericht. Foto: Marius Becker/dpa

(Foto: Marius Becker/dpa)

Aachen (dpa/lnw) - Wegen versuchten Mordes stehen seit Montag eine 24-Jährige und ein 38-Jähriger vor Gericht. Der dritte Angeklagte, ein 31-Jähriger, ist wegen Anstiftung zu der Straftat angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, den Mord an einer Schwangeren, der Ex-Freundin des 31-Jährigen, geplant zu haben, weil diese das ungeborene Kind nicht abtreiben wollte.

Dabei soll der 31-Jährige der Anstifter gewesen sein, weil er den Unterhalt nicht zahlen wollte. Die beiden anderen sollten demnach die Tat ausführen. Den deutschen Angeklagten drohen lange Haftstrafen, auch eine lebenslange Freiheitsstrafe ist möglich. Die angeklagten Männer sind Brüder. Die 24-Jährige war zur Tatzeit die alte und neue Freundin des mutmaßlichen Anstifters.

Laut Anklage sollen der 38-Jährige und die 24-Jährige in Übach-Palenberg bei Aachen der schwangeren Ex-Freundin aufgelauert haben. Auf die eigentlich Gesuchte traf das Duo am 10. Februar aber nicht, sondern sah deren Mutter mit dem Auto wegfahren. Daraufhin folgten sie dieser Frau, provozierten einen Auffahrunfall und zwangen sie an eine Geldautomaten zum Abheben von 500 Euro. Sie sollen die Frau in ihre Wohnung zurückgebracht, gefesselt, mit einem Topflappen geknebelt und zurückgelassen haben. Dann sollen sie mit ihrer Scheckkarte wieder 500 Euro abgehoben haben. Inzwischen hatte die Mutter der Ex-Freundin sich aber befreien und die Polizei alarmieren können.

Die 24-Jährige wurde noch am Tag der Tat festgenommen. Der ältere Bruder kurz darauf. Sie sollen der Schwangeren bereits im Januar 2021 an ihrer Wohnung aufgelauert haben mit der Absicht, sie "abzustechen". Jedoch habe die Frau sich entweder in Menschengruppen aufgehalten, oder der Abstand zu ihr sei zu groß gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210621-99-85910/2

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