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Nordrhein-WestfalenWüst: "Zusammenhalt in Solingen stärker als der Hass"

23.08.2026, 13:42 Uhr
Hendrik-Wuest-CDU-Ministerpraesident-von-Nordrhein-Westfalen-sprach-bei-der-Gedenkfeier-zum-ersten-Jahrestag-des-Anschlags

Bei einer Gedenkveranstaltung in Solingen steht das gemeinsame Erinnern im Mittelpunkt. Was Ministerpräsident Wüst und der Oberbürgermeister dazu sagen.

Solingen (dpa/lnw) - Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag beim Stadtfest in Solingen mit drei Toten und vielen Verletzten ist an die Opfer erinnert worden. Schmerz und Erinnerung seien gegenwärtig, schrieb Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf der Plattform "X". "Der Zusammenhalt in Solingen ist stärker als der Hass", unterstrich er.

"Wir haben konsequentes Handeln versprochen und Wort gehalten", betonte Wüst. Die Landesregierung hatte ein Maßnahmenpaket in den Bereichen Sicherheit, Migration und Prävention kurz nach dem Anschlag beschlossen. Wüst und Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) waren bei einer öffentlichen Gedenkveranstaltung am späten Abend vor der Stadtkirche angekündigt.

Zur Tatzeit um 21.37 Uhr stand im Rahmen dieser Veranstaltung eine Schweigeminute auf dem Programm. Bereits am Vormittag fand ein Gedenkgottesdienst in der Stadtkirche statt. Sie steht direkt neben dem kleinen Platz Fronhof, auf dem es zu der Messerattacke während eines Konzertes kam.

Oberbürgermeister Flemm erklärte im Vorfeld der Gedenkveranstaltung, dass Solingen zusammenhalte und nach einer ersten Schockstarre zurück in den Alltag finde. "Wir wollen zeigen, dass wir nicht vergessen, aber auch nicht in Trauer verharren, sondern entschlossen in die Zukunft blicken", betont er. Für die direkt Betroffenen und ihre Familien sei die Belastung bis heute spürbar.

Der Syrer Issa al H., ein abgelehnter Asylbewerber, drängte am 24. August 2024 bei dem Konzert auf dem Fronhof durch die Reihen und stach mit einem Messer auf zahlreiche Zuschauer ein. Er wurde einen Tag später festgenommen.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht verurteilte den Täter vor knapp einem Jahr zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung. Der Terroranschlag von Solingen war der erste in Deutschland seit der Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016, zu dem sich der IS bekannte.

Quelle: dpa

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