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Rheinland-Pfalz & SaarlandBauern: Iran-Konflikt macht Lebensmittel teurer

28.03.2026, 05:02 Uhr
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Der Iran-Konflikt treibt Kosten für Landwirte nach oben. Das werden wohl auch die Verbraucher im Supermarkt zu spüren bekommen. Was den Bauern helfen könnte.

Koblenz (dpa/lrs) - Als Auswirkung des Iran-Kriegs erwarten Landwirte steigende Kosten - und auch steigende Preise für Verbraucher. "Durch den Iran-Konflikt erhöhen sich die Gas- und Ölpreise am Weltmarkt", sagt Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Das habe zunächst direkte Auswirkungen auf die Dieselpreise. "Gerade in der Landwirtschaft wird viel Diesel gebraucht – da steigen im gleichen Zug die Kosten."

Besonders im Ackerbau ist der Anstieg der Dieselpreise aufgrund der anstehenden und auch bereits begonnenen Frühjahrsbestellung, die viele Arbeitsgänge auf dem Acker erfordert, den Angaben nach deutlich wahrnehmbar.

Auch Dünger wird teurer

Darüber hinaus beeinflussen die gestiegenen Gaspreise zukünftig auch die Düngerpreise, da es Gas für die Düngerherstellung braucht, führt Köhr aus. "Die bereits erfolgten Preiserhöhungen beim Dünger sind derzeit noch hauptsächlich auf abgeschnittene Handelswege im Nahen Osten zurückzuführen, die zu einer Verknappung auf dem Weltmarkt führen." Hier seien die Betriebe gerade unterschiedlich belastet, je nachdem, ob sie ihren Dünger schon vor dem Krieg gekauft haben oder nicht.

Auch Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sieht die Problematik: "Die Energiepreise steigen. Damit wird die Bewirtschaftung der Flächen sehr viel teurer", sagte er. Zusammen mit den steigenden Düngerpreisen lautet Netters Schlussfolgerung: "Am Ende werden schließlich die Lebensmittelpreise steigen müssen."

Bauern gegen Dieselsteuer

Was könnte getan werden, um dem entgegenzuwirken? Beide Verbände fordern, die CO2-Besteuerung beim Diesel abzusenken oder auszusetzen. Davon würde ihrer Aussage nach nicht nur die Landwirtschaft profitieren, sondern alle Wirtschaftsbereiche, die vom Diesel abhängig sind.

Netter drängt zudem auf Sonderreglungen für landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte. "Es sind Arbeitnehmer, die auch mit bis zu 20 Prozent geringerem Mindestlohn in ihren Staaten sehr wohl gut leben können", sagte er. "Ansonsten werden sie auf Dauer ihre saisonalen Arbeitsplätze in Deutschland verlieren, weil die Betriebe nach und nach ihre Produktion einstellen werden."

Mehr Anteil an Verbraucherpreisen

Die Landwirte gehen von steigenden Preisen im Supermarkt aus, doch davon versprechen sie sich nicht viel Entlastung. So erklärt Köhr: "Von diesen Erhöhungen kam schon in der Vergangenheit kaum etwas bei den Landwirten an. Während sich die Verbraucherpreise stetig erhöht haben, haben sich die Erzeugerpreise nämlich kaum verändert." Seiner Aussage nach brauchen die Betriebe einen höheren Anteil an den Verbraucherpreisen, der tatsächlich bei ihnen ankommt, und nicht in anderen Stufen der Lebensmittelkette bleibt.

Quelle: dpa

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