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Rheinland-Pfalz & SaarlandBauminister Teuber sieht im Ahrtal Zukunft entstehen

12.06.2026, 16:10 Uhr
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(Foto: Helmut Fricke/dpa)

Im Ahrtal gehen Wiederaufbau und Planung weiter: Minister Teuber überreicht einen Förderbescheid und spricht mit der Landrätin über aktuelle Herausforderungen.

Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) - Der neue Bauminister Sven Teuber hat bei einem Ahrtal-Besuch die Fortschritte im Wiederaufbau gelobt. "Fünf Jahre nach der Flut schreitet der Wiederaufbau im Ahrtal in großen Schritten voran", sagte der SPD-Politiker bei seinem ersten Besuch im Ahrtal in neuer Funktion.

In einem Gespräch unter anderem mit der Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), machte er sich ein Bild über die aktuelle Lage im Ahrtal, das im Sommer 2021 von einer Flutkatastrophe mit allein dort 135 Toten zerstört worden war. In diesem Jahr jährt sich die Katastrophe zum fünften Mal.

Heimat Ahrtal?

Was die Kommune von Teuber erwarten kann? "Auf jeden Fall Offenheit und eine Verlässlichkeit im Miteinander, weil die Kommune ist der erste Ort, wo Heimat entsteht", betonte er. Das Heimatgefühl sei im Ahrtal stark auf die Probe gestellt worden. "Aber man sieht ja, wie viele Menschen hier wieder aufbauen", stellte er fest. Das sei ein Zeichen, dass Menschen hier ihre Heimat gefunden hätten und weiter im Ahrtal leben möchten. Das sei etwas, "was ich mit meinem Team sehr, sehr gerne unterstütze".

"99 Prozent der Anträge, weit über 20.000 sind das, sind bewilligt und genehmigt", sagte der Minister. "Und in dem Zusammenhang gehen wir jetzt in die Umsetzung, und da wird es noch ein bisschen Geduld brauchen, aber man sieht die Zukunft auch hier schon entstehen."

Teuber, der zuvor ein Jahr lang Bildungsminister in Mainz war, überreichte der Landrätin einen Förderbescheid für einen Kreisentwicklungsprozess in Höhe von 315.000 Euro. Der Prozess werde den Landkreis dabei unterstützen, sich für die nächsten Jahre zukunftsfest aufzustellen, sagte er dazu.

Landrätin sieht guten Einstieg

Für die Landrätin stellte der Besuch des Ministers einen guten Einstieg dar, wie sie sagte. "Ich glaube, im Moment gibt es gar nicht die großen Schmerzpunkte, aber es gibt natürlich extreme Abstimmungsbedarfe", sagte sie. Es gebe nun mal "einfach keine Normalität".

Einen Punkt hob sie jedoch besonders hervor: "Wir ringen um eine Finanzierung für die großen Rückhaltebecken." Das Problem: "Noch sind da keine Lösungen in Sicht, weil das natürlich Summen sind, die können wir nicht alleine stemmen, die kann das Land nicht alleine stemmen.

Wiederaufbauhilfen beantragen

Unternehmen im flutbetroffenen Kreis können nur noch bis zum 30. Juni 2026 Wiederaufbauhilfen aus dem nationalen Wiederaufbaufonds beantragen. Die Anträge können online bei der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz gestellt werden. Nach Angaben der ISB vom 1. Juni wurden bislang knapp 18.000 Anträge und damit rund 1,5 Milliarden Euro bewilligt. Die Hilfen sollen den Wiederaufbau unterstützen und richten sich unter anderem an Unternehmen, Kommunen, Privatleute und Vereine.

Quelle: dpa

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