Rheinland-Pfalz & SaarlandGutachter: Bei Brand in Weingut kein Asbest freigesetzt

Ein Gutachten gibt Entwarnung, Anwohner dürfen aufatmen. Durch den Großbrand in Wörrstadt wurde kein Asbest freigesetzt. Die vorsorglichen Reinigungsempfehlungen sind aufgehoben.
Wörrstadt (dpa/lrs) - Bei dem Großbrand auf einem Weingut in Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms) vor gut zwei Wochen ist kein Asbest freigesetzt worden. Das habe das Gutachten eines Sachverständigen ergeben, teilte die Verbandsgemeinde Wörrstadt mit. Der Gutachter hatte im Auftrag der Gemeinde vorsorglich Brandrückstände untersucht.
Anlass war demnach ein Hinweis gewesen, dass bei dem Brand möglicherweise in der Dachkonstruktion verbauter Asbest freigesetzt und außerhalb der Einsatzstelle verbreitet wurde. "Dieser Verdacht konnte durch das Gutachten glücklicherweise nicht bestätigt werden", hieß es.
Die vorsorgliche Empfehlung für Anwohner, Außenflächen nur feucht zu reinigen sowie trockenes Kehren oder Staubsaugen im Freien in diesem Bereich zu vermeiden, werde aufgehoben.
Hoher Schaden entstanden
Bei dem Brand in dem Weingut war laut Polizei ein Schaden von mindestens 500.000 Euro entstanden. Zunächst habe eine Lagerhalle in Wörrstadt gebrannt, in der zwei Fahrzeuge standen. Die Flammen griffen demnach auf drei benachbarte Gebäude über. Ein weiteres Übergreifen auf Wohngebäude in der Nähe habe von den Einsatzkräften verhindert werden können.