Rheinland-Pfalz & SaarlandIm Saarland fiel im Winter der meiste Regen

Offenbach (dpa/lrs) - Das Saarland war im zu Ende gehenden Winter das mit Abstand niederschlagsreichste Bundesland. Im Schnitt fielen rund 430 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zwischen November und Ende Februar, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag berichtete. Dieser Wert übertreffe den vieljährigen Durchschnittswert des offiziellen Vergleichszeitraums um satte 68 Prozent. Zum Vergleich: Im regenreichen Hamburg seien gut 280 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen.
Zudem sei es wie überall in Deutschland deutlich wärmer als sonst im Saarland gewesen. Die Temperatur erreichte im Schnitt 4,4 Grad und lag damit klar über dem Mittelwert von 1,2 Grad. Etwas mehr schien den Meteorologen zufolge auch die Sonne. 165 Stunden habe sich die Sonne im Winter 2019/20 über dem Saarland gezeigt - also zehn Stunden mehr als im Schnitt.
In Deutschland war der Winter laut des DWD der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Ein großer Teil Europas hat sich demnach sich zwischen November und Ende Februar dauerhaft in einer kräftigen, extrem milden Südwestströmung befunden. "Sie sorgte in Deutschland vielerorts für einen "Totalausfall" des Winters", erklärte der DWD in Offenbach. Auch Niederschlag und Sonnenscheindauer lagen den Angaben zufolge in Deutschland deutlich über dem vieljährigen Mittel. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin war der Winter der wärmste seit Messbeginn. Die DWD-Bilanz basiert auf einer ersten Auswertung von Ergebnissen der deutschlandweit rund 2000 Messstationen.