Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & SaarlandLebensretter raten von Baden in Naturgewässern ab

22.05.2026, 04:02 Uhr
Herrlich-erfrischend-aber-Gewaesser-bergen-zu-dieser-Jahreszeit-Risiken
(Foto: Pia Bayer/dpa)

Die DLRG warnt: Kalte Naturgewässer können am Pfingstwochenende gefährlich werden. Wie Sie sich beim Baden schützen können.

Mainz (dpa/lrs) - Vor dem bevorstehenden teils heißen Pfingstwochenende warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vor dem Baden in Naturgewässern. "Der Temperaturunterschied zwischen dem aufgeheizten Körper und dem Wasser ist extrem hoch, das kann immer zu Herz-Kreislauf-Problemen führen", erklärt Marco Vogt von der DLRG Rheinland-Pfalz. Die Sonne habe noch nicht genug Kraft, um die Gewässer nachhaltig aufzuwärmen. Das werde sich erst gegen Juli ändern.

Sicherer sei aktuell das Baden in den Freibädern, auch wenn dort die Wassertemperatur zum Teil auch noch recht niedrig sei. Bevor man das Wasser betritt, sei es wichtig, sich abzuduschen, um den Körper daran zu gewöhnen, dass er nass und kalt wird. "Und zwar nicht nur kurz, sondern gründlich und indem man langsam unter dem Wasser bis fünf zählt", so Vogt. Anschließend solle man langsam ins Becken gehen und nicht hineinspringen.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Wochenende die ersten heißen Tage in Rheinland-Pfalz. So erwarten die Meteorologen etwa am Samstag Temperaturen von bis zu 32 Grad.

Die meisten Badeunfälle passieren an Flüssen und Seen

Die DLRG rät grundsätzlich vom Baden in Flüssen und an unbewachten Badestellen ab. Doch auch an bewachten Badestellen, wie etwa dem Laacher See, sei das Schwimmen aufgrund der Wassertemperatur aktuell nicht ratsam. "Der See ist noch richtig, richtig kalt", sagt Vogt.

Nach früheren DLRG-Angaben kommen die meisten Badeunfälle an Flüssen und Seen vor. Opfer sind vor allem Männer. 2025 ertranken 15 Menschen in rheinland-pfälzischen Gewässern, genauso viele wie im Jahr zuvor. Zehn Opfer ertranken in Flüssen, fünf in Seen.

Quelle: dpa

Regionales