Rheinland-Pfalz & SaarlandMinister Wolf und die SPD

Mainz (dpa/lrs) - Der rheinland-pfälzischen Wissenschaftsminister Konrad Wolf (57) ist erst vor rund drei Jahren in die SPD eingetreten. "Ich hätte jemanden gebraucht, der gesagt hätte: Komm halt mal mit, schau es Dir an!", sagte Wolf im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Das ist die beste Mitgliederwerbung für jemanden, der interessiert ist", betonte der Sozialdemokrat. "Ich war sehr an Politik interessiert; dass ich nie parteipolitisch aktiv war, lag auch an meiner Biografie." Wolf hat oft den Wohnort gewechselt. "Da war nie so ein stabiles Umfeld." "Die SPD war für meine Biografie naheliegend."
Wolf ist seit Mai 2016 Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz. Er war zunächst parteilos und trat erst vier Monate später in die SPD ein. Zuvor war der Physiker aus der Oberpfalz Hochschulpräsident in Kaiserslautern.
Wolf stammt aus einer Bauernfamilie im Kreis Regensburg und lernte nach dem Realschulabschluss einen Beruf im Elektrohandwerk. Nach dem Fachabitur studierte er Physik in Regensburg und promovierte auf dem Gebiet der Festkörperphysik. Seinen beruflichen Einstieg fand er am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching bei München. Anschließend ging er für mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme nach Dresden. Er arbeitete bei der Siemens bzw. Infineon AG in Dresden und München und wechselte 2001 an die Hochschule Kaiserslautern.
Vita Konrad Wolf