Rheinland-Pfalz & SaarlandNarren feiern die 11: Närrisches Grundgesetz wird verlesen

Mainz (dpa/lrs) - Die Fastnachtshochburg Mainz feiert heute den Auftakt in die fünfte Jahreszeit. Nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen ist wieder ausgelassenes Feiern möglich. Am 11.11. wird das närrische Datum mit der Zahl elf gefeiert - diese wird als Abkürzung für die französischen Revolutionsideale Égalité, Liberté, Fraternité (Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit) gedeutet. Den offiziellen Beginn der Kampagne markiert in Mainz erst der Neujahrstag.
Närrischer Hotspot ist der Mainzer Schillerplatz mit dem Fastnachtsbrunnen. Auf einer Bühne vor dem barocken Osteiner Hof wird das "närrische Grundgesetz" verlesen, ehe die Mainzer Hofsänger ein rund sechsstündiges Musikprogramm eröffnen. "Der Schillerplatz kann alles ertragen, und deswegen werden wir alle Facetten der Mainzer Kunst präsentieren", sagte Thomas Neger, der mit seiner Gruppe "Humbas" für gute Stimmung sorgen will.
Zum Ritual am 11.11. gehört die Verlesung des "Närrischen Grundgesetzes", dessen Artikel 6 vorschreibt: "Alle geborenen und alle gelernten Mainzer sollen sich während der närrischen Tage kostümieren und närrisch geben." Höhepunkt der Kampagne ist der Rosenmontag am 20. Februar. Närrisches Motto ist mit Blick auf den Krieg in der Ukraine der Zweizeiler: "In Mainz steht Fastnacht voll und ganz für Frieden, Freiheit, Toleranz!"