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Berlin & BrandenburgInitiative dringt nach Anschlag in Cottbus auf mehr Schutz

02.07.2026, 12:23 Uhr
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Ein alternatives Wohnprojekt in Cottbus ist Ziel eines mutmaßlichen Anschlags. Es ist nicht das erste Mal. Eine Initiative zeigt sich bestürzt.

Cottbus (dpa/bb) - Der Cottbuser Studentenpfarrer Lukas Pellio hält mehr Schutz gegen rechtsextremistische Angriffe für notwendig. Der Sprecher der Initiative Sichere Orte Südbrandenburg sagte der Deutschen Presse-Agentur, er könne kein Nachlassen rechter Aktivitäten feststellen. "Wir nehmen stattdessen eine Zunahme der Brutalität wahr." Nach solchen Angriffen erlebe er oft eine ehrliche Betroffenheit von Politikern, das Bemühen lasse aber aus seiner Sicht mit der Zeit nach.

Die Polizei ermittelt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt "Zelle 79" in Cottbus wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Sie geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Es ist nicht der erste Angriff auf das Projekt. Nach einer Serie rechter Straftaten in Cottbus hatte die Landesregierung unter anderem mehr Polizeischutz und eine neue Ermittlungsgruppe angekündigt.

Der Pfarrer rief zum verstärkten Engagement gegen rechtsextremistische Angriffe auf. "Es muss ein sichtbares Zeichen werden, dass es nicht nur einen kurzfristigen Aufschrei braucht, sondern eine langfristige Unterstützung." Heute um 20.00 Uhr sei eine Mahnwache vor dem Wohnprojekt geplant.

Quelle: dpa

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