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Berlin & BrandenburgDrugchecking: 5.310 Proben – Hälfte falsch deklariert

02.07.2026, 12:14 Uhr
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Fast jede zweite getestete Partydroge in Berlin ist zu hoch dosiert oder enthält falsche Stoffe.

Berlin (dpa/bb) - In den knapp drei Jahren seit Beginn des Berliner Projektes Drugchecking sind 5.310 Rauschgift-Proben analysiert worden. Das waren im Durchschnitt etwa 150 Proben im Monat. Vor allem wurden verschiedene Partydrogen von Drogenkonsumenten zur kostenlosen Analyse abgegeben, wie aus einer Statistik des Senats als Antwort auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht.

Das waren vor allem Amphetamine, also Aufputschmittel wie Ecstasy und Cathinon, das aus der Kathpflanze gewonnen wird. Dazu kamen Kokain und auch LSD oder künstliches Cannabis. Natürliches Cannabis wird nicht getestet. Das Projekt begann im Juli 2023.

Hochdosierte Proben und Falschdeklaration

Durchschnittlich waren 49 Prozent der eingereichten Substanzen auffällig, weil sie gefährliche Zusätze oder zu hohe Dosierungen enthielten. Unterschieden wurde: "Hochdosierte Proben, Falschdeklaration, Verunreinigung, Falschdeklaration und Verunreinigung, Hochdosierung und Verunreinigung."

Diese Substanzen wurden mit Fotos als Warnungen auf der Homepage www.drugchecking.berlin veröffentlicht. Auf der Seite gibt es außerdem umfangreiche Erklärungen zu zahlreichen Drogen mit Erläuterungen zu Konsumformen, Dosierungen, Wirkungen, Nachwirkungen und medizinischen Langzeitfolgen.

Junge Männer sind Hauptnutzer

Die Nutzer des Drugcheckings sind demnach hauptsächlich Männer in der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen. Nur 24 Prozent sind Frauen. Die allermeisten hatten vorher keinen Kontakt zu Angeboten der Drogen- und Suchthilfe. Die Internetseite mit den Warnungen wurde im Durchschnitt rund 37.000 Mal im Monat aufgerufen. Im laufenden Jahr zahlt Berlin für das Projekt 288.000 Euro, 2027 dann 295.000 Euro.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit bezeichnete Drugchecking als einen wichtigen Baustein der Suchthilfe. Die Analyseergebnisse und die anschließende Beratung würden "zu Konsumverzicht, Dosisreduktionen, einer erhöhten Risikowahrnehmung sowie einer verstärkten Reflexion des eigenen Konsumverhaltens beitragen".

Quelle: dpa

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