Rheinland-Pfalz & SaarlandSPD mit Verlusten in allen Wahlkreisen - AfD überall im Plus

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise zeigt die Deutlichkeit der Verschiebungen durch die Landtagswahl: Es gab ganz große Gewinner und ganz große Verlierer.
Mainz/Bad Ems (dpa/lrs) - Wie stark sich die politische Landschaft in Rheinland-Pfalz mit der Landtagswahl verschoben hat, zeigt der Blick auf die Wahlkreisergebnisse: Die SPD verzeichnete bei der Wahl am Sonntag in allen 52 Wahlkreisen des Landes Einbußen bei den Zweitstimmen, wie aus einer Analyse des Landeswahlleiters hervorgeht. Die Grünen müssen in 51 der 52 Wahlkreise Verluste hinnehmen. Ganz anders das Bild bei den Gewinnern CDU und AfD: Die Union legt bei den Zweitstimmen in 48 der 52 Wahlkreise zu, die AfD in allen.
Am Ende lag die CDU in 37 Wahlkreisen bei den Zweitstimmen, also den Landesstimmen, vorne. Das beste Zweitstimmenergebnis für sie fuhr Spitzenkandidat Gordon Schnieder selbst im Wahlkreis Vulkaneifel mit 46,5 Prozent ein, das schlechteste gab es im Wahlkreis Mainz I mit 17,7 Prozent.
Die AfD holte im Wahlkreis Ludwigshafen II mit 26,9 Prozent ihren höchsten Zweitstimmenanteil, das größte Plus gelang ihr mit einem Zuwachs von 16,3 Prozentpunkten im Wahlkreis Birkenfeld, hier lag sie bei 26,3 Prozent. Im Wahlkreis Pirmasens belegte die AfD mit 26,3 Prozent der Zweitstimmen Rang zwei hinter der CDU, erzielte aber zum ersten Mal in der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 32,1 Prozent den höchsten Zweitstimmenanteil.
Die Grünen erlitten mit minus 5,1 Prozentpunkten im Wahlkreis Trier ihre herbsten Verluste bei den Zweistimmen und kamen nur noch auf 13,7 Prozent. Einzig im Wahlkreis Mainz III erzielten die Grünen einen geringen Zuwachs von 0,2 Prozentpunkten gegenüber der Landtagswahl von 2021 und landeten bei 12,7 Prozent.
Die aus dem Landtag geflogene FDP konnte in keiner kreisfreien Stadt und in keinem Landkreis die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten.