Rheinland-Pfalz & SaarlandSchnellere Klarheit bei Verdacht von Wolfsriss

Immer wieder wird von Wolfsrissen vor allem auf Schafe berichtet. Vier Wolfsrudel gibt es aktuell in Rheinland-Pfalz.
Mainz (dpa/lrs) - Rheinland-Pfalz verkürzt das Verfahren bei der Ermittlung von Wolfsrissen bei Nutztieren. Die entsprechenden Proben sollen zukünftig als Eilproben behandelt und vom Senckenberg Institut priorisiert analysiert werden, kündigte das Umweltministerium in Mainz an. Ziel sei es, die Zeitspanne zwischen der Probenentnahme und dem Ergebnis auf wenige Tage zu reduzieren.
Dabei gehe es vor allem um Fälle, bei denen ein Übergriff von Wölfen trotz nachgewiesenem Grundschutz für die Nutztiere stattgefunden habe. Die Verfahrensbeschleunigung verkürze die Phase der Ungewissheit für die Halterinnen und Halter der Nutztiere, erklärte Umweltstaatssekretär Erwin Manz. Gleichzeitig werde die Reaktionsfähigkeit des Wolfmanagements erhöht, sollte der Abschuss eines auffälligen Tieres geprüft werden müssen.
Fast 14 Jahre nach dem ersten Wolfsnachweis nach mehr als 100 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz sind fünf Rudel ganz oder teilweise im Land etabliert. Die fünf Rudel bestehen nach jüngsten Angaben des Ministeriums aus neun erwachsenen Wölfen und ihren Jungen.