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Rheinland-Pfalz & SaarlandWie trotzdem ankommen? Wichtiges zum Warnstreik im ÖPNV

27.02.2026, 04:03 Uhr
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Wer am Freitag und Samstag eigentlich den Nahverkehr in Rheinland-Pfalz nutzen will, muss sich gegebenenfalls nach Alternativen umschauen. Busse und Trams werden bestreikt. Was es zu beachten gilt.

Mainz (dpa/lrs) - Wegen des angekündigten Warnstreiks im ÖPNV in Rheinland-Pfalz müssen sich Fahrgäste in vielen Teilen des Landes nach Alternativen umschauen. Welche können das sein?

Wie schaut es in und um Mainz aus?

In Mainz bleiben die meisten Busse und Straßenbahnen in den Depots. Das Verkehrsunternehmen Mainzer Mobilität will aber einen Notbetrieb anbieten. Zwischen 6 Uhr und 20 Uhr soll auf den Hauptlinien 50, 51, 66, 68, 90, 91, 92 und 93 sowie eventuell noch weiteren Routen maximal im 30-Minuten-Takt gefahren werden. Trotzdem kann es laut Verkehrsunternehmen Ausfälle und kurzfristige Fahrplanänderungen geben.

In den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen fallen am Freitag alle Fahrten aus, heißt es vom Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN). Am Samstag soll es einen Notfahrplan geben. Dabei entfallen trotzdem die Linien 210 und 69 sowie der Stadtverkehr in Nieder-Olm.

Was ist mit Regionalzügen, S-Bahnen oder Car-Sharing?

Die Deutsche Bahn wird nicht bestreikt. Regionalzüge, Regionalbusse der DB Regio Mitte, der Schienenersatzverkehr sowie S-Bahnen fahren regulär, wie eine Sprecherin mitteilte.

Im Stadtgebiet von Trier können Minibusse, sogenannte "Smart-Shuttle" eine Alternative sein und vorab im Internet per App oder telefonisch bei den Stadtwerken gebucht werden. In der Süd- und Westpfalz sind die Regionalbusse der Queichtal-Nahverkehrsgesellschaft (QNV) unterwegs.

Der Verkehrsverbund RNN und die Stadtwerke Trier raten zum Ausweichen auf Bahnverbindungen, zum Homeoffice oder zu Fahrgemeinschaften mit dem Auto. Ansonsten bleiben noch Leihfahrräder, Taxis, Car-Sharing oder E-Scooter. Aktuelle Informationen können Fahrgäste auf den Webseiten der Verkehrsbetriebe finden.

In Koblenz rollt es, in Trier, Pirmasens und Kaiserslautern nicht

In Trier erwarten die Stadtwerke am Freitag und Samstag "erhebliche Einschränkungen" im Busverkehr. Es würden nur einzelne Linien fahren, die von Dienstleistern betrieben werden. Ein Notbetrieb sei wegen der hohen Streikbeteiligung nicht möglich. Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern stellen ihren Busbetrieb komplett ein, wie Sprecher mitteilten.

In Koblenz fahren die Busse dagegen nach Plan. Die Verkehrsbetriebe sowie der Verkehrsverbund Rhein-Mosel sind nicht vom Warnstreik betroffen.

Dürfen Schüler beim Unterricht fehlen?

Der Unterricht an Schulen in Rheinland-Pfalz läuft laut Bildungsministerium regulär. Falls Eltern ihre Kinder wegen des Streiks nicht in die Schule schicken oder die Schüler ihr Ziel nicht erreichen können, müssen sie es den Schulen wie üblich mit einer Bitte um Entschuldigung mitteilen, erklärt eine Ministeriumssprecherin. "Eine Vorlage von Nachweisen ist nicht erforderlich."

Quelle: dpa

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