Rheinland-Pfalz & SaarlandWieder Streik bei Saarbahn: Schienenersatzverkehr ab Freitag

Ab Freitagmorgen steht die Saarbahn-Linie S1 erneut still. Warum noch immer kein Ende des Arbeitskampfes in Sicht ist und wie es für Fahrgäste weitergeht.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat zum Streik bei der Saarbahn aufgerufen - zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Beginnen soll der Streik am Freitag um 8 Uhr - betroffen sei der Betrieb der Saarbahn-Linie S1, teilte die Saarbahn GmbH mit. Derzeit prüfe man, ob die S1 auch während des Streiks zumindest teilweise fahren könne. Der Buslinienverkehr der Saarbahn sei nicht betroffen.
Mit Beginn des Streiks werde für Fahrgäste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Bis einschließlich Montag (10. August) sollen demnach täglich zwischen 4 Uhr und 23 Uhr zusätzliche Busse fahren. Sonntags soll der Schienenersatzverkehr ab 7 Uhr starten. Insbesondere zum Schulbeginn am Montag wolle man so ein "verlässliches Mobilitätsangebot" sicherstellen. "Der Streik darf nicht auf den Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden", so Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel.
Zu dem Streik aufgerufen hatte die GDL nach eigenen Angaben genau 24 Stunden vor Beginn. Wie lange gestreikt werde, ist bislang unklar. "Wir werden ein Ende des Streiks rechtzeitig bekanntgeben", so Nico Rebenack, Bezirksvorsitzender Süd-West der GDL.
Festgefahrene Tarifverhandlungen
Erst Anfang der Woche hatte ein zweitägiger Streik für den Ausfall der Linie S1 gesorgt. Dieser war am Mittwochmorgen vorläufig beendet worden. Die Tarifverhandlungen scheinen derzeit festgefahren. "Trotz zwischenzeitlicher Streikpausen liegt uns derzeit kein verhandlungsfähiges Angebot der Saarbahn vor", so Rebenack. Sobald ein entsprechendes Angebot vorliege, würde man auch wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.