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Sachsen-AnhaltAusländer stabilisieren Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt

09.04.2026, 10:09 Uhr
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(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Einzelne Bereiche des Marktes sind darauf angewiesen, dass Menschen aus dem Ausland kommen, um hier zu arbeiten. Warum ist das so? Und woher kommen die Ausländerinnen und Ausländer?

Halle (dpa/sa) - Immer mehr Männer und Frauen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union arbeiten in Sachsen-Anhalt und gleichen so die Folgen des demografischen Wandels aus. "Besonders Menschen aus Drittstaaten tragen zum Beschäftigungswachstum bei, stabilisieren Sozialversicherungen und unterstützen zentrale Bereiche wie den Gesundheitssektor", erklärte die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Sachsen-Anhalt. Während hierzulande immer mehr ausländischer Arbeits- und Fachkräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, sinke die Zahl der deutschen Beschäftigten schon seit 2017.

In Sachsen-Anhalt leben deutlich mehr alte als junge Menschen. Das führt unter anderem dazu, dass seit einigen Jahren mehr ältere Arbeitnehmende aus ihren Jobs ausscheiden, als jüngere eintreten. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten ist in den vergangenen zehn Jahren den Angaben nach hingegen deutlich gestiegen. Während es 2016 noch insgesamt rund 20.000 Menschen waren, wurden 2025 mehr als 75.000 ausländische Beschäftigte in Sachsen-Anhalt gezählt.

Ausländische Arbeits- und Fachkräfte sorgen für Einnahmen

Viele von ihnen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Da sich die demografische Entwicklung noch verstärken wird, würden ohne die Beschäftigung von qualifizierten ausländischen Arbeits- und Fachkräften perspektivisch Einnahmen in Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sowie Steuereinnahmen fehlen", hieß es.

Unter anderem im Gesundheitsbereich arbeiten in Sachsen-Anhalt viele Menschen aus dem Ausland. Den Angaben der Bundesarbeitsagentur nach waren dort Mitte 2025 insgesamt 6.383 Ausländerinnen und Ausländer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, über 83 Prozent stammen demnach aus Drittstaaten. "Gerade im Gesundheitssektor ist die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus dem In- und Ausland ein zentraler Baustein, um die medizinische und pflegerische Versorgung langfristig zu sichern", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens.

Quelle: dpa

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