Sachsen-AnhaltBestnoten bei Schulabschlüssen hinter Gittern

Im Gefängnis können Insassen einen Schul- oder Berufsabschluss machen - eine Chance, die zunehmend genutzt wird. Zwei Häftlinge schafften sogar die Bestnote 1,0.
Magdeburg (dpa/sa) - Sie nutzen die Zeit hinter Gittern für die Schul- oder Berufsausbildung: Im vergangenen Schuljahr haben in Sachsen-Anhalts Gefängnissen 34 Menschen einen Abschluss gemacht. Das waren 13 mehr als im Jahr zuvor, wie das Justizministerium in Magdeburg mitteilte.
Zwei Absolventen erzielten bei ihren erweiterten Realschulabschlüssen sogar die Bestnote 1,0 - einer aus der Justizvollzugsanstalt Burg, der andere aus der Jugendanstalt Raßnitz.
Insgesamt schafften 12 Gefangene einen Hauptschulabschluss, 14 einen Realschulabschluss, davon 4 einen erweiterten Realschulabschluss. In Raßnitz schlossen den Angaben zufolge jeweils vier Männer eine Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik und Ausbaufacharbeiter im Bereich Trockenbau ab.
Ziel der Ausbildung hinter Gefängnismauern ist die Resozialisierung. Nach der Haft sollen die Menschen wieder ein straffreies Leben führen und für ihren Lebensunterhalt sorgen können.