Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltForschungsprojekt zu Medikamentenlieferung per Drohne

11.02.2026, 10:28 Uhr
Die-Drohne-wirft-aus-zehn-Metern-Hoehe-Pakete-ab-in-denen-die-Medikamente-sind
(Foto: Sebastian Willnow/dpa)

Zu Randzeiten ist es für Kranke, ihre Angehörigen und Pflegekräfte manchmal schwer, an dringend benötigte Medikamente zu kommen - vor allem im ländlichen Raum. Wie Abhilfe geschaffen werden könnte.

Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird in Dessau derzeit die Lieferung von Medikamenten per Drohne erprobt. "Wir wollen einen Mehrwert für die Patienten, Angehörigen und Pflegekräfte schaffen", sagte der Geschäftsführer von Labfly, Tim Fischer. Sein Unternehmen arbeitet seit 2019 an der Möglichkeit, Medikamente aus der Luft abzuwerfen, um so in Zukunft vor allem schwer kranke Patienten im ländlichen Raum medizinisch besser versorgen zu können.

Die Medikamente sollen laut Fischer über eine App bestellt werden können. In einer nahegelegenen Apotheke werden sie dann besorgt, verpackt und in die Drohne geladen. Insgesamt kann die Drohne rund ein Kilo Last transportieren. Aus zehn Meter Höhe wird das Paket dann an zuvor festgelegten Orten abgeworfen.

Die Drohne wird demnach von Berlin aus gesteuert. Im August vergangenen Jahres wurde im Anhalt-Hospiz in Dessau der erste Patient per Drohne beliefert. Seitdem gab es den Angaben nach 19 weitere Lieferungen und rund 80 Flüge, die vor allem der Forschung dienen.

Quelle: dpa

Regionales