Sachsen-AnhaltFraktionen bewerten Aufarbeitung von Magdeburg-Anschlag

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg legen die Fraktionen im Landtag ihre Aufarbeitungsergebnisse vor. Was ist zu den Versäumnissen der Behörden zu erfahren?
Magdeburg (dpa/sa) - Die schwarz-rot-gelbe Koalition in Sachsen-Anhalt will am Dienstag ihre Erkenntnisse aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt vorlegen. Schwächen und Fehler im Handeln von Behörden hätten es dem Amokfahrer leicht gemacht, seine Tat zu begehen, hieß es in einem bekanntgewordenen Entwurf zum Abschlussbericht.
Am 20. Dezember 2024 war der damals 50-jährige Taleb Al-Abdulmohsen mit einem mehr als zwei Tonnen schweren Wagen über den Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden teils schwerst verletzt.
Seit November 2025 verhandelt das Landgericht Magdeburg in einem eigens errichteten Interimsgebäude gegen den Todesfahrer. Anfang Juni könnten die Plädoyers beginnen.