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Sachsen-AnhaltGrüne: Minister hält Waldbrand-Gutachten unter Verschluss

03.03.2023, 15:40 Uhr
Sven-Schulze-CDU-Minister-fuer-Wirtschaft-Tourismus-Landwirtschaft-und-Forsten-des-Landes-Sachsen-Anhalt-steht-auf-dem-Wertholzplatz-Bischofswald-neben-Eichenstaemmen
(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archiv)

Magdeburg (dpa/sa) - Die Landtagsfraktion der Grünen hadert mit dem Umgang des Forstministers Sven Schulze (CDU) mit einem Gutachten zu den Brandschutzmaßnahmen im Nationalpark Harz. Er solle das Papier "unverzüglich veröffentlichen", forderte die Fraktion am Freitag. Das Gutachten der TU Dresden liege dem Ministerium bereits seit über zwei Monaten vor. Nun sollen nach Angaben der Grünen am Gutachten noch Korrekturen oder Ergänzungen vorgenommen werden.

Schulze habe "mit den Ergebnissen des Gutachtens offenbar ein Problem", sagte Fraktionschefin Cornelia Lüddemann. Ihr sei "schleierhaft", warum ein Auftraggeber noch Korrekturen oder Ergänzungen an einem wissenschaftlichen Gutachten vornehmen wolle. "Warum lässt er die Abgeordneten nicht zumindest intern auf die Ergebnisse schauen? Warum werden sie nicht dem ebenfalls zuständigen Ministerium in Niedersachen zugeleitet?", fragte Lüddemann.

Im vergangenen Jahr war es auch im 25.000 Hektar großen Nationalpark Harz zu mehreren Bränden gekommen. Sie konnten im unwegsamen Gelände nur mit hohem Aufwand gelöscht werden. Tagelang kämpften Anfang September rund 1800 Einsatzkräfte gegen Flammen nahe Schierke. Der Landkreis rief den Katastrophenfall aus, weil die eigenen Kräfte nicht mehr reichten. Erstmals kam internationale Unterstützung, italienische Löschflugzeuge halfen ebenso wie mehrere Löschhubschrauber.

Quelle: dpa

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