Sachsen-AnhaltHimmelsscheibe von Nebra wird im Sommer erneut untersucht
Die Macher der Himmelsscheiben-Schau sind mit dem Ergebnis unter Pandemiebedingungen sehr zufrieden. Ab Februar ist das Artefakt in London zu sehen. Nach der Rückkehr im Juli wird die Scheibe bis zum Herbst weiteren Untersuchungen unterzogen.
Halle (dpa/sa) - Nach dem Ende der Landesausstellung an diesem Sonntag mit rund 60.000 Besuchern ist die Himmelsscheibe erst wieder im Herbst in Halle zu sehen. "Im Sommer wird die Scheibe erneut untersucht", sagte der stellvertretende Landesarchäologe Alfred Reichenberger der Deutschen Presse-Agentur. In der Zwischenzeit werde im Landesmuseum eine Kopie präsentiert.
Das Original werde vom 17. Februar bis 17. Juli im British Museum in London gezeigt. Die Sicherheitsmaßnahmen beim Transport der Scheibe nach Großbritannien seien auf höchstem Niveau. "Wir sind auch permanent mit dem Landeskriminalamt im Gespräch", sagte Reichenberger.
Die Landesausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" war Anfang Juni gestartet. "Normalerweise kommen am letzten Wochenende mehrere tausend Menschen, wir können aber unter Pandemiebedingungen pro Stunde nur etwa 300 Besucher einlassen", sagte Reichenberger. "Dennoch sind wir mit dem Interesse an der Ausstellung sehr zufrieden."
Die Besucher und Besucherinnen sind nicht nur aus Deutschland ins Landesmuseum Halle gekommen, sondern den Angaben zufolge auch aus 42 weiteren Ländern, insbesondere aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden, einzelne Besucher aber auch aus Bhutan oder von den Falklandinseln.
Höhepunkte waren neben der Himmelsscheibe die zahlreichen Goldobjekte. Insgesamt konnten Besucherinnen und Besucher auf 900 Quadratmetern rund 400 Objekte anschauen. Die Exponate kamen von 50 Leihgebern aus 14 europäischen Ländern und dem Nahen Osten.
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