Sachsen-AnhaltIWH erhält Empfehlung für weitere Millionenförderung

Das Wirtschaftsforschungsinstitut in Halle hat eine wichtige Hürde für seine weitere Finanzierung genommen. Eine unabhängige Bewertung bescheinigt dem IWH starke Leistungen in Forschung und Beratung.
Halle (dpa/sa) - Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) kann voraussichtlich auch in den kommenden sieben Jahren mit Millionenförderung von Bund und Ländern rechnen. Nach einer turnusmäßigen Überprüfung empfiehlt der unabhängige Senat der Leibniz-Gemeinschaft, das Wirtschaftsforschungsinstitut weitere sieben Jahre gemeinsam von Bund und Ländern zu finanzieren. Wie das IWH mitteilte, wurden dabei Forschung und Politikberatung als "sehr gut" bewertet.
Unabhängige Experten überprüfen Leibniz-Institute
Mit der regelmäßigen Evaluierung wird überprüft, ob Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft die Voraussetzungen für die gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder weiterhin erfüllen. Grundlage der aktuellen Empfehlung war eine Begutachtung durch unabhängige Sachverständige aus dem In- und Ausland. Die endgültige Entscheidung über die Förderung trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK).
Lob für Forschung und Politikberatung
In seiner Stellungnahme würdigt der Senat unter anderem die "wichtigen und innovativen Forschungsergebnisse" des IWH, die zunehmend in international führenden Fachzeitschriften veröffentlicht würden. Positiv hervorgehoben werden zudem die wirtschaftspolitische Beratung sowie der Ausbau des Instituts in den vergangenen Jahren. Drei Forschungsabteilungen erhielten die Bewertung "sehr gut", eine weitere wurde als "sehr gut bis exzellent" eingestuft.
Institutspräsident sieht Kurs bestätigt
"Wir freuen uns enorm über dieses sehr positive Ergebnis der Evaluierung", sagte IWH-Präsident Reint Gropp. Das Ergebnis bestätige den eingeschlagenen Kurs des Instituts. Zugleich sei es Ansporn, die Forschung weiter voranzutreiben und die Beratung des öffentlichen Sektors mit evidenzbasierten Erkenntnissen zu stärken. "Wir sind der Leibniz-Gemeinschaft dankbar, dass sie die hervorragenden Erfolge der letzten Jahre würdigt, für die das gesamte Team intensiv gearbeitet hat."