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Sachsen-AnhaltKlimawandel in Sachsen-Anhalt immer spürbarer

20.01.2026, 15:17 Uhr
Die-Zahl-der-Hitzetage-mit-mehr-als-30-Grad-hat-in-Sachsen-Anhalt-stark-zugenommen

Hitzetage im Tiefland haben sich verdoppelt, Schnee im Harz schwindet rapide: Wie Sachsen-Anhalt auf die neuen Klimafakten reagiert – und was das für den Alltag bedeutet.

Magdeburg (dpa/sa) - Steigende Temperaturen, mehr Wetterextreme und trockenere Böden: Der Klimawandel ist nach Ansicht der Landesregierung auch in Sachsen-Anhalt zunehmend spürbar. "Der Klimawandel ist objektiv messbar", sagte Umweltminister Armin Willingmann (SPD) bei der Vorstellung des aktuellen Monitoringsberichts zum Klimawandel. Zentrale Ergebnisse des Berichts sind demnach unter anderem:

  • Steigende Temperaturen: Die durchschnittliche Temperatur stieg von 8,7 Grad Celsius auf 10 Grad Celsius. Dies betreffe alle Regionen des Landes. Im Norden und Osten von Sachsen-Anhalt sei der Anstieg am höchsten.

  • Mehr Wetterextreme: Die Zahl der Hitzetage mit mehr als 30 Grad hat sich in fast allen Regionen mehr als verdoppelt. Während es im Tiefland früher sechs bis neun Hitzetage pro Jahr gewesen seien, seien es aktuell 13 bis 18 Tage.

  • Verschiebung von Niederschlägen: Die Gesamtmenge der Niederschläge im Land bleibt laut Bericht annähernd stabil. Es gebe aber Verschiebungen hin zu feuchteren Wintern und trockeneren Sommern. Das hat nach Angaben von Umweltminister Willingmann Auswirkungen auf das Wassermanagement.

  • Weniger Schnee im Harz: Die Zahl der Tage mit einer Schneedecke von mindestens fünf Zentimetern hat sich mehr als halbiert - von durchschnittlich 130 auf 60 pro Jahr.

Anpassung der Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel

Es werde deutlich, dass sich die Effekte in den vergangenen Jahren beschleunigt hätten, sagte Umweltminister Willingmann. Daher sei die Landesstrategie aus dem Jahr 2010 zum Umgang mit dem Klimawandel weitergeschrieben worden. Die jetzt aktualisierte Anpassungsstrategie umfasst demnach insgesamt 68 Maßnahmen. Unter anderem handele es sich dabei um eine Verbesserung des Wasserrückhalts in den Regionen, etwas durch Reaktivierung von Flussauen.

Quelle: dpa

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