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Sachsen-Anhalt Krankenkasse fordert Neuorganisation des Rettungsdienstes

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild)

Magdeburg (dpa/sa) - Die Krankenkasse Barmer will eine neue Organisation für den Rettungsdienst in Sachsen-Anhalt. Weil Krankenwagen bei Notfällen nicht immer innerhalb der vorgegebenen Frist eintreffen, müsse es eine Bestandsaufnahme der Leitstellen und Rettungswachen geben, teilte die Krankenkasse am Dienstag in Magdeburg mit.

"Wie viele Leitstellen und Rettungswachen sind tatsächlich notwendig und wie sind diese ausgestattet?", fragte Landesgeschäftsführer Axel Wiedemann laut Mitteilung. "Es wird Zeit, dass der Rettungsdienst in Sachsen-Anhalt für das 21. Jahrhundert aufgestellt wird und Digitalisierungspotenziale konsequenter genutzt werden."

Aktuell gebe es 13 Leitstellen, während in anderen Bundesländern mehrere Einrichtungen zusammengelegt wurden. Ähnlich könnte es laut Barmer auch in Sachsen-Anhalt sein, um überall hohe Qualität und gute Personal- sowie technische Ausstattung zu gewährleisten. Zudem sollten qualifizierte Ersthelfer, die zufällig in der Nähe eines Notfalls sind, via Smartphone zusätzlich zum Rettungsdienst aktiviert werden.

Laut Rettungsdienstgesetz des Landes sollen Krankenwagen normalerweise innerhalb von zwölf Minuten am Ort des Notfalls eintreffen - und zwar mindestens in 95 Prozent aller Fälle. 2020 wurde diese Hilfsfrist in ganz Sachsen-Anhalt zu knapp 84 Prozent eingehalten, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Landtag hervorging. Je nach Landkreis oder Stadt gab es deutliche Unterschiede bei der Erfüllung der Frist.

© dpa-infocom, dpa:210525-99-733131/2

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