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Sachsen-AnhaltKrankenstand in Sachsen-Anhalt etwas gesunken

06.02.2026, 08:31 Uhr
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Krank zu Hause und nicht am Arbeitsplatz - erste Daten zeigen, dass die Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr etwas weniger krankgeschrieben waren. Was sind die Hauptgründe?

Magdeburg (dpa/sa) - Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt sind ersten Auswertungen von Krankenkassen zufolge im vergangenen Jahr etwas seltener krankgeschrieben gewesen. Die DAK Gesundheit meldete einen Durchschnittswert von 23,2 Kalendertagen nach 24 im Jahr 2024. Die meisten Fehltage seien in den Reihen ihrer Versicherten auf das Konto von Muskel-Skelett-Erkrankungen gegangen, gefolgt von Atemwegsinfekten und psychischen Erkrankungen.

Die größte Krankenkasse Sachsen-Anhalts, die AOK, ist mit der Auswertung ihrer Daten zwar noch nicht fertig, kann aber eine Tendenz ausmachen. "Im Jahr 2025 waren erwerbstätige Versicherte der AOK Sachsen-Anhalt an 28,4 Tagen krankgeschrieben", erklärte eine Sprecherin. "Dieser Wert entspricht annähernd dem Vorjahreswert mit einer leicht rückläufigen Tendenz."

AOK: Atemwegserkrankungen der häufigste Grund

Zu den Gründen der Krankschreibungen hieß es von der AOK: Wie in den Vorjahren seien Atemwegserkrankungen nach wie vor der häufigste Grund, dass die Menschen zu Hause bleiben - annähernd ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitsfälle sei darauf zurückzuführen.

An zweiter Stelle stünden erneut die Muskel- und Skeletterkrankungen wie etwa Rückenschmerzen mit rund 16 Prozent aller Arbeitsunfähigkeits-Fälle, gefolgt von Erkrankungen des Verdauungssystems mit rund 8 Prozent aller AU-Fälle. Es handele sich um vorläufige Zahlen.

Barmer: Psychische Leiden führen zu längeren Ausfällen

Auch die Barmer meldet für Sachsen-Anhalt, dass die bei ihr versicherten Erwerbstätigen im vergangenen Jahr seltener krankgeschrieben waren als 2024. Im Jahr 2024 seien im Schnitt 26,9 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) erfasst worden, im vergangenen Jahr seien es 25,9 Krankentage gewesen. Das entspreche einem Rückgang von 3,7 Prozent.

"Hauptursache für die Fehltage waren nach wie vor psychische Leiden", erklärte Barmer-Landesgeschäftsführerin Birgit Dziuk. Sie verursachten im Jahr 2025 rund 5,2 AU-Tage je Versicherten, 2024 waren es 5,3 AU-Tage gewesen.

"Seelische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen wirken sich oft stark auf die Arbeitsfähigkeit aus. Dazu kommt, dass eine psychische Erkrankung länger anhält als beispielsweise eine Grippe", so Dziuk weiter. "Häufig sind psychische Leiden schwer zu diagnostizieren und werden nicht unmittelbar behandelt, was zu verlängerten Ausfallzeiten führen kann."

Quelle: dpa

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