Sachsen-AnhaltLandtag bereitet Weg für Krankenhausreform

Neues Gesetz, Neuordnung der Kliniklandschaft – so sollen die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt fit für die Zukunft gemacht werden. Teil des Plans sind mehr Spezialisierungen.
Magdeburg (dpa/sa) - Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat eine Änderung des Krankenhausgesetzes beschlossen. Die Menschen müssten auch in dünn besiedelten Gebieten gut versorgt werden, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Gleichzeitig sollten Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten und sich weiter spezialisieren.
Derzeit gibt es in Sachsen-Anhalt 44 Krankenhäuser an 53 Standorten. Das Land will die Kliniklandschaft neu ordnen. Die Reformpläne hängen auch mit bundesweiten Änderungen zusammen. Der finanzielle Druck zu immer mehr Behandlungsfällen soll gemindert werden.
Zentrales Instrument sind neu definierte Leistungsgruppen für Behandlungen mit einheitlichen Vorgaben zu Ausstattung und Fachärzten. Nur Kliniken, die sie erfüllen, können die Leistungsgruppe anbieten und mit den gesetzlichen Kassen abrechnen.
Die Barmer-Krankenkasse drängt auf einen Krankenhausplan, der eine langfristige Perspektive bietet. "Wir brauchen tragfähige Lösungen, die vom Land mit allen Akteuren erarbeitet werden, für einen Zeithorizont von mindestens zehn Jahren", erklärte Landesgeschäftsführerin Birgit Dziuk. "Das Land sollte jetzt die Chance für ein Gesamtkonzept nutzen und die stationären und ambulanten Strukturen sowie den Rettungsdienst miteinander verzahnen."