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Sachsen-AnhaltMehr Einsätze für Harzer Bergwacht – Warnung vor Wander-Apps

14.07.2026, 04:02 Uhr
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Mehr Notfälle und aufwendige Rettungen: Die Harzer Bergwacht war im ersten Halbjahr häufiger gefordert als noch vor einem Jahr. Worauf die Retter Wanderer besonders hinweisen.

Wernigerode/Thale (dpa/sa) - Die Harzer Bergwacht ist im ersten Halbjahr häufiger ausgerückt als im Vorjahreszeitraum. Wie eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes auf Anfrage mitteilte, kamen die Bergwachtgruppen in Wernigerode und Thale bis Ende Juni auf 54 Einsätze - im ersten Halbjahr 2025 waren es 44. Besonders häufig mussten die ehrenamtlichen Retter Menschen auf dem Brocken und seinen Zugangswegen helfen.

Viele Notfälle auf dem Brocken

Mit 41 Einsätzen war die Bergwacht Wernigerode deutlich häufiger gefordert als die Bergwacht Thale mit 13 Einsätzen. Mehr als die Hälfte der Einsätze entfiel auf Verletzungen nach Stürzen oder andere chirurgische Notfälle. Hinzu kamen internistische Notfälle - also akute Erkrankungen etwa des Herz-Kreislauf-Systems - sowie Such- und Hilfeleistungseinsätze. Ein Schwerpunkt lag auf dem Brocken und seinen Zugangswegen: Allein sieben Einsätze wurden auf dem Brockenplateau registriert, jeweils vier weitere am Goetheweg und im Eckerloch.

Viermal kamen in diesem Jahr bereits Rettungshubschrauber mit Seilwinde zum Einsatz, um Verletzte aus schwer zugänglichem Gelände zu bergen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte es drei Windenrettungen gegeben.

Notruf? Am Einsatzort bleiben

Zu den aufwendigsten Einsätzen gehörte Anfang Januar die Rettung einer Jugendgruppe. Die Jugendlichen hatten wegen eines erschöpften Gruppenmitglieds einen Notruf abgesetzt, den gemeldeten Standort anschließend jedoch verlassen. Dadurch drohte sich der Einsatz zu einer großangelegten Suchaktion auszuweiten. Die Bergwacht appelliert deshalb, nach einem Notruf möglichst am angegebenen Ort zu bleiben oder Änderungen des Standorts umgehend der Leitstelle mitzuteilen.

Bergwacht warnt vor ungeprüften App-Routen

Mit Sorge beobachten die Einsatzkräfte zudem den zunehmenden Einsatz von Wander-Apps. Digitale Tourenplaner seien zwar eine sinnvolle Unterstützung, ungeprüfte Routenvorschläge könnten Menschen aber in schwieriges Gelände führen. Die Bergwacht rät deshalb, Touren sorgfältig zu planen und sich nicht allein auf Apps zu verlassen.

Quelle: dpa

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