Sachsen-AnhaltMehr als die Hälfte der Hundebisse betrifft Kinder

Kinder sind bei Hundebissen besonders gefährdet: Häufig trifft es Kopf oder Hals. Warum Erwachsene eine besondere Verantwortung tragen und welche Regeln zu beachten sind.
Drosa/Bonn (dpa/sa) - Hundebisse lösen bei Kindern nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder oft schlimmere Verletzungen aus als bei Erwachsenen. Das liege daran, dass Kinder aufgrund ihrer Größe meistens in den Hals oder Kopf gebissen werden. Mehr als 50 Prozent aller Hundebisse beträfen Kinder, insbesondere Kleinkinder.
Der Verband geht davon aus, dass in etwa fünf Millionen Familien in Deutschland ein Hund dazugehört. "Es ist ganz wichtig, dass es einen respektvollen Umgang gibt", sagte die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft, Karoline Becker. Das liege immer in der Verantwortung der Erwachsenen.
Kinder sollten von Anfang an Regeln im Umgang mit dem Familienhund beigebracht bekommen. Dazu gehöre es, Hunde niemals zu ärgern oder zu quälen, nicht an ihm zu zerren und auch nicht ungestüm mit ihm zu spielen. Knurrt und bellt das Tier, sollten Kinder auf Abstand gehen. "Es ist kein Stofftier. Es ist ein Lebewesen. Das muss man auch einem ganz kleinen Kind schon klarmachen", sagte Becker.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder versteht sich als Fachnetzwerk zur Verhütung von Kinderunfällen. Ihr Ziel ist es, sichere Umgebungen für Kinder zu Hause und in der Freizeit zu schaffen.