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Sachsen-Anhalt Minister wollen weitere Lockerungsschritte

Ein Helfer testet einen Mann in einem Testzentrum. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild)

Magdeburg (dpa/sa) - Sozialministerin Petra Grimm-Benne und Wirtschaftsminister Armin Willingmann (beide SPD) wollen sich angesichts der deutlich rückläufigen Corona-Zahlen für weitere Lockerungsschritte einsetzen. Sie schlugen etwa vor, dass bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen Treffen mit zehn statt bislang mit fünf weiteren Personen erlaubt werden, wie das Sozialministerium am Freitag in Magdeburg mitteilte.

Auch Busreisen und Stadtrundfahrten sollten mit Test- und Maskenpflicht wieder stattfinden dürfen, Freizeit- und Spaßbäder unter Auflagen wieder öffnen. Ein Regierungssprecher ergänzte, dass die Vorschläge auf der Arbeit einer AG der Landesregierung beruhen, über die am Dienstag im Kabinett beraten und entschieden werden soll.

Die Vorschläge sehen überdies vor, dass die Testpflicht in der reinen Außengastronomie entfällt - in Biergärten oder Straßencafés wäre dann für Gäste kein Test nötig. Die Bewirtung von Gästen in Gaststätten solle künftig ohne zeitliche Beschränkung möglich sein, im Einzelhandel die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung entfallen, teilte das Sozialressort weiter mit.

Zu den Vorschlägen gehört zudem, dass professionell organisierte Veranstaltungen wieder mit 100 Personen in geschlossenen Räumen und mit 250 Personen im Freien stattfinden dürfen. Vorausgesetzt werden Tests und Anwesenheitslisten; Geimpfte und Genesene sollen nicht mitzählen.

"Die konstant gesunkenen Inzidenzen und ein zunehmender Impffortschritt ermöglichen uns jetzt schrittweise die Rückkehr zur Normalität", betonte Grimm-Benne. "Heute liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bereits in 10 von 14 Landkreisen und kreisfreien Städten unter 35. Nach einer langen Zeit mit drastischen Einschränkungen im öffentlichen und persönlichen Leben können wir die nächsten Monate wieder mit mehr Freiheiten gestalten." Ihr sei besonders wichtig, dass Kinder, Jugendliche und Familien wieder eine Perspektive auf eine unbeschwerte Ferienzeit erhalten.

Willingmann betonte, die Erleichterungen seien im Interesse der Wirtschaft notwendig und im zu verantwortenden Rahmen. "Angesichts rasant sinkender Inzidenzwerte sehen wir uns verpflichtet, für Tourismus, Gastronomie und Handel kurzfristig zusätzliche Erleichterungen auf den Weg zu bringen."

© dpa-infocom, dpa:210528-99-779094/3

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