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Sachsen-Anhalt"Mops mit der Zipfelmütze" soll zum Selfie-Spot werden

08.07.2026, 10:03 Uhr
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Wie der Oberbürgermeister von Weißenfels mit einer skurrilen Skulptur Hoffnungen für den Tourismus verbindet - und was es mit dem steinernen Zipfelmützenträger genau auf sich hat.

Weißenfels (dpa/sa) - Weißenfels Oberbürgermeister möchte einen kuriosen Bewohner der Stadt in besseres Licht rücken. Die Sandsteinfigur "Mops mit der Zipfelmütze" soll an den Rand des Marktplatzes ziehen, hieß es in einer Mitteilung der Stadt.

"Ich bin davon überzeugt, dass der Mops ein geniales bildhauerisches Werk ist", sagte Oberbürgermeister Martin Papke (CDU). "Wenn wir ihn besser in Szene setzen, werden die Menschen sich mit ihm fotografieren." Die Stadt solle "auf jeden Fall diese Skurrilität nutzen, um einen wichtigen Teil unserer Stadtgeschichte im gesellschaftlichen Gedächtnis zu bewahren", so Papke.

Papke sieht der Mitteilung zufolge "verschenktes Potenzial" im aktuellen Standort: Das steinerne Tier mit illustrer Kopfbedeckung hütet derzeit einen Parkplatz hinter einem Gebäude. Der Sandstein der Skulptur hebt sich dort laut Mitteilung kaum von der Schlosshangmauer ab.

Einen entsprechenden Antrag für die Versetzung der Plastik im Stadtrat wollen Papke und die CDU-Fraktion nach der Sommerpause vorlegen. Ein Beschluss darüber im Stadtrat wäre demnach im Oktober möglich. Der Stadt liege zudem bereits ein Unbedenklichkeitsschreiben der Denkmalschutzbehörde vor.

Das 1927 von Bildhauer Erich Haase erschaffene Unikat geht auf einen bedeutenden Roman von Louise von François zurück. Die 1893 in Weißenfels gestorbene Schriftstellerin lebte einst in einem Haus am Markt. Dieses Gebäude bezeichnete sie laut Stadtverwaltung in ihrem Buch aufgrund des hohen Daches, der markanten Toranlage und der Fensteranordnung als "Mops mit der Zipfelmütze".

Quelle: dpa

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