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Sachsen-AnhaltSEK rückte 2025 zu 100 Einsätzen aus

25.02.2026, 14:46 Uhr
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Wenn Bedrohungslagen eskalieren oder Waffen im Spiel sind, übernimmt das SEK. Zu 100 Einsätzen wurden die Elitebeamten im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt gerufen. Häufig geht es dabei um Sekunden.

Magdeburg (dpa/sa) - Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr zu 100 Einsätzen ausgerückt. "Die Spezialeinheit wird eingesetzt, wenn akute Bedrohungslagen bestehen, beispielsweise bei Geiselnahmen, Entführungen, eskalierenden Familienstreitigkeiten oder bewaffneten Auseinandersetzungen", teilte Innenminister Tamara Zieschang (CDU) mit. 2024 waren es 106 Fälle, in denen die Elitebeamten von den Polizeidirektionen des Landes angefordert wurden.

Die Bilanz für 2025 weise einen "hohen Anteil an zeitkritischen und zugriffsorientierten Lagen aus", hieß es. Fast die Hälfte der Einsätze (46 Fälle) entfielen demnach auf Soforteinsätze. In 69 Fällen erfolgten unmittelbare Zugriffe. Das SEK wurde laut Innenministerium insgesamt zu 27 Bedrohungslagen, 23 Einsatzlagen mit Waffen und in fünf Fällen zu Suizidversuchen gerufen.

Bei Bedrohungslagen im Einsatz

So etwa im August des vergangenen Jahres: Nach mehrstündiger Verhandlung überwältigen Einsatzkräfte einen Mann, der seine ehemalige Lebensgefährtin und die gemeinsamen Kinder mit einem Hammer und einem Messer bedroht hatte. Dafür kam ein sogenanntes Distanz-Elektro-Impulsgerät zum Einsatz.

Die Elitebeamten bilden sich regelmäßig fort – unter anderem mit Trainings zur körperlichen Fitness sowie speziellen Übungen für unbekannte Einsatzlagen.

Quelle: dpa

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