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Sachsen-AnhaltAsiatischer Käfer: Besserer Schutz für Wald bei Magdeburg

23.03.2026, 12:55 Uhr
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Wird ein Asiatischer Laubholzbockkäfer gesichtet, müssen spezielle Maßnahmen eingeleitet werden. Mit Spürhunden soll nun im Biederitzer Busch nach dem Käfer gesucht werden.

Biederitz (dpa/sa) - Mit speziell ausgebildeten Spürhunden und Lockfallen soll das Waldgebiet Biederitzer Busch in Magdeburg in Zukunft besser vor dem Asiatischen Laubholzbockkäfer geschützt werden. Das teilte die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt mit. So sollen Bäume, die potenziell von dem Insekt befallen sind, schneller identifiziert und kontrolliert werden können.

Für die Kontrollen sollen in dem Naturschutzgebiet östlich der Elbe bei Magdeburg zugewachsene Gassen freigeschnitten werden. Das soll den Erhalt des Waldbestandes gewährleisten.

Ahorn, Birke, Pappel, Weide und Rosskastanie besonders gefährdet

Im August vergangenen Jahres waren im Biederitzer Busch zwei Bäume gefunden worden, die vom Asiatischen Laubholzbockkäfer befallen waren. Daraufhin mussten auch andere Bäume im Umkreis von 100 Metern gefällt werden.

In diesem Jahr sollen in den nun kargen Bereichen Stieleichen gepflanzt werden, hieß es. Die Landesanstalt bat darum, zu melden, wenn ein Asiatischer Laubholzbockkäfer oder ein auffälliger Baum entdeckt werde.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer wurde in Sachsen-Anhalt 2014 zum ersten Mal gesichtet. Der Käfer aus Asien befällt nahezu alle heimischen Laubgehölze – insbesondere Ahorn, Birke, Pappel, Weide und Rosskastanie. Wird das Tier gesichtet, müssen besondere Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Quelle: dpa

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