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Sachsen-AnhaltWeniger Unwetterschäden an Fahrzeugen in Sachsen-Anhalt

13.04.2026, 04:31 Uhr
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2025 blieb es für viele Fahrzeughalter in Sachsen-Anhalt vergleichsweise ruhig. Doch Unwetter können jederzeit große Schäden anrichten - entscheidend ist, wie Betroffene im Ernstfall reagieren.

Magdeburg (dpa/sa) - Halterinnen und Halter von Fahrzeugen in Sachsen-Anhalt sind 2025 deutlich seltener von Unwetterschäden betroffen gewesen als im Jahr zuvor. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, verursachten Sturm, Hagel und Blitz Schäden von rund fünf Millionen Euro. Betroffen waren etwa 1.500 Fahrzeuge.

Damit hat sich die Schadenbilanz im Vergleich zu 2024 mehr als halbiert: Damals wurden rund 3.000 beschädigte Fahrzeuge und Kosten von etwa zwölf Millionen Euro registriert. Im Schnitt zahlten die Versicherer 2025 rund 3.200 Euro pro Schaden.

Bundesweit weniger Schäden

Auch bundesweit ging die Schadenbelastung deutlich zurück: Die Versicherer zahlten rund 650 Millionen Euro für etwa 190.000 Schäden - nach rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Die bundesweiten Zahlen enthalten allerdings auch Schäden durch Überschwemmungen.

Sachsen-Anhalt gehört damit zu den Ländern mit vergleichsweise geringen Schäden. Deutlich höhere Schäden gab es etwa in Nordrhein-Westfalen (200 Millionen Euro) und Baden-Württemberg (148 Millionen Euro). Während viele Länder einen Rückgang verzeichneten, stiegen die Schäden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entgegen dem Trend.

Ostdeutschland im Vergleich

Im Osten lag Sachsen-Anhalt auf ähnlichem Niveau wie Mecklenburg-Vorpommern (drei Millionen Euro), aber unter Sachsen (23 Millionen Euro) und Thüringen (elf Millionen Euro). Brandenburg kam auf neun Millionen Euro.

Der GDV warnt vor falscher Sicherheit: Langfristig nähmen Naturgefahren zu, auch wegen häufigerer Extremwetter sowie wachsender Fahrzeugzahlen und dichterer Bebauung.

Was Betroffene tun sollten

Nach einem Unwetterschaden sollten Betroffene die Versicherung möglichst schnell informieren und Schäden dokumentieren, etwa mit Fotos. Zudem sollten Folgeschäden möglichst begrenzt werden, etwa indem eindringendes Wasser gestoppt oder beschädigte Stellen provisorisch gesichert werden. Darauf weisen Verbraucherschützer hin.

Quelle: dpa

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