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Sachsen-AnhaltSchwerpunktkontrollen decken viele Verkehrsverstöße auf

29.11.2025, 11:16 Uhr
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(Foto: Heiko Rebsch/dpa)

Bei einer landesweiten Aktion in Sachsen-Anhalt geraten 285 Lkw und Busse ins Visier der Polizei. Fast 40 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge weisen Mängel auf.

Magdeburg (dpa/sa) - Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat in der vergangenen Woche landesweit Lkw und Busse kontrolliert. Insgesamt wurden 285 Fahrzeuge überprüft – bei fast 40 Prozent stellten die Beamten Verstöße fest. 113 Fahrzeuge waren betroffen, darunter acht Busse. An der Aktion "Truck & Bus III" beteiligten sich 51 Polizeikräfte, wie das Innenministerium mitteilte.

Technische Mängel weiter ein Problem

Am häufigsten ging es dabei um falsch bediente oder manipulierte Tachographen (85 Fälle). Außerdem gab es Verstöße gegen Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten (32) sowie zahlreiche Geschwindigkeitsüberschreitungen (31).

Zehn Fahrzeuge waren technisch nicht in Ordnung und in 13 Fällen waren die Verstöße so schwerwiegend, dass die Fahrer nicht mehr weiterfahren durften.

Innenministerin betont Bedeutung der Kontrollen

Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) betonte die Bedeutung der Kontrollen: "Die Kontrollwoche hat erneut gezeigt, wie notwendig unsere gemeinsamen Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit sind." Gerade bei Lastwagen und Bussen könnten technische Defekte, zu schnelle Geschwindigkeiten oder falsch gesicherte Ladungen schwere Folgen haben.

Ein besonders schwerer Fall ereignete sich auf der A14 bei Petersberg (Saalekreis). Dort stoppten Beamte einen Lkw mit Anhänger, dessen Fahrtenschreiber manipuliert worden war. Das Gerät zeigte eine um 12,9 Prozent geringere Geschwindigkeit an als tatsächlich gefahren wurde. Die Weiterfahrt wurde untersagt, der Fahrer musste eine Kalibrierung in einer Fachwerkstatt veranlassen und ein Bußgeld von 1.000 Euro zahlen.

In Dessau-Roßlau legten Polizisten zudem einen überladenen Traktor still. Der Fahrer hatte mit rund einer Tonne Pflanzenschutzmittel ungesichertes Gefahrgut geladen.

Nächste Kontrollwoche im Dezember

Die Aktion war Teil der europaweiten Roadpol-Kontrollen, an denen sich Sachsen-Anhalt seit Jahren beteiligt. Ziel der Schwerpunktwochen ist es, die Zahl der Verkehrsopfer zu reduzieren. Dieses Mal standen unter anderem Lenk- und Ruhezeiten, Geschwindigkeit, Technik und Ladungssicherung im Fokus. Die nächste Roadpol-Kontrollwoche ist vom 15. bis 21. Dezember geplant – dann sollen vor allem Alkohol- und Drogenfahrten überprüft werden.

Quelle: dpa

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