Sachsen-AnhaltSonniger Juni endet mit langer Hitzewelle

Mit 41,5 Grad wurde in Sachsen-Anhalt Ende Juni kurzzeitig ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Was der Deutsche Wetterdienst zum außergewöhnlich warmen und trockenen Juni sagt.
Magdeburg (dpa/sa) - Der Juni in Sachsen-Anhalt hat kurzzeitig für einen neuen deutschlandweiten Temperaturrekord gesorgt – und zeigte sich auch sonst besonders warm und trocken. Insgesamt habe sich der Juni zwischen Arendsee und Zeitz "außergewöhnlich warm" präsentiert, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Bilanz für den Monat mit. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,6 Grad.
In Drewitz, einem Ortsteil von Möckern im Jerichower Land, waren laut dem DWD am Samstag 41,5 Grad Celsius gemessen worden. Nur einen Tag später wurde dieser Rekord an einer Wetterstation in Brandenburg mit 41,7 Grad aber wieder übertroffen.
Omega-Wetterlage führt zu historischem Juni-Wetter
Mit 51 Liter je Quadratmeter fiel dem DWD zufolge 19 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Damit gehörte Sachsen-Anhalt zu den trockensten Regionen des Landes, wie es hieß. Die Sonne schien insgesamt 247 Stunden lang und damit 42 Stunden länger als im langjährigen Vergleich.
Grund für die Hitzewelle Ende Juni war laut DWD eine sogenannte Omega-Wetterlage. Dabei werde ein stabiles Hochdruckgebiet von zwei Tiefdruckgebieten flankiert – ein Muster, das an den griechischen Buchstaben Omega erinnere, hieß es. Während solcher Wetterlagen bleibt die atmosphärische Zirkulation blockiert, so dass sich das Wetter über mehrere Tage oder sogar Wochen kaum verändert.